A-Glossar
Abgang - Endgeschmack. Ein guter, positiver Abgang
ist ein ganz wesentliches Qualitätsmerkmal eines Spitzenweines. Schon
beim Schlucken darf nichts kratzen oder beißen, der Wein muss den Rachen
„streicheln“ und dann die ganze Fülle und Vielfalt seiner Aromen als
„Erbe“ hinterlassen. Einen ungenügenden Abgang erkennt man durch einen
rasch verschwindenden Endgeschmack, was auch auf einen ungenügenden
Säuregehalt hinweist.
Adstringenz - Rauher,
mundzusammenziehender Effekt, der durch hohen Gehalt an >> Tannin
(Gerbstoff) und >> Säure verursacht wird (ersteres hauptsächlich
Zeichen junger Weine). Verschwindet im Normalfall mit dem Altern, der
Wein wird milder, die Gerb- und Farbstoffe fällen aus. Dieser Effekt
muss aber nicht unangenehm sein und kann sehr appetitanregend wirken.
Agraffe - Drahtbügel zum Festhalten des Champagnerkorkens.
Alkohol
- Eine der Hauptkomponenten des Weines, die ihm Body und Stärke gibt.
Er bewirkt am Gaumen ein Gefühl von Gewicht und Wärme, wenn der Schluck
durch die Kehle rinnt. Der Alkoholgehalt von leichten Weinen variiert
von 10 bis 14 Volumenprozenten. Die Höhe hängt vom Zuckergehalt der
Traube ab, der wiederum von der Sonnenintensität beeinflusst wird.
Alterungsfähigkeit
- Ob ein Wein alterungs- und reifefähig ist, also ob er bei diesen
Prozessen an Qualität gewinnt, hängt von einer Reihe von Faktoren ab:
dazu gehören der ursprüngliche Säure- und Tanningehalt, die Menge an
Salzen, Mineralstoffen und anderen Extrakten, die in ihm enthalten sind,
und der Alkoholgehalt. Aber auch die Arbeit des Winzers, wie zum
Beispiel die richtige Wahl des Erntezeitpunkts oder die korrekte und
saubere Verarbeitung der Trauben im Keller, ist von Bedeutung, genauso
wie ein geeigneter Keller mit idealer Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Gute Weine können über zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre immer
vielfältigere Geschmacks- und Geruchseindrücke entwickeln und sich
ständig verbessern. Selbst danach behalten sie ihre Qualitäten manchmal
noch über Jahrzehnte, bevor sie schließlich „Firne“ zeigen oder gar
„umkippen“.
Aroma - Geruchskomponenten, die vom
Traubenmaterial, der Anbau- und Reifebedingungen, der Art der zur Gärung
benutzten Hefen und den Keltermethoden, den Ausbauformen und der
Reifezeit abhängen. Die Geruchsstoffe können entweder schon in der
Traube vorhanden sein, bei der Gärung entstehen oder sich durch einen
langen Reifeprozess im Fass, besonders aber in der Flasche, bilden.
Junger Wein hat meist einen noch unentwickelten Geruch, beim alternden
und reifenden Wein wird das Aroma - das offene und entfaltete Bouquet -
immer wichtiger und komplexer, vor allem, wenn es sich um große Weine
handelt.
Assemblage - Das Mischen von Stillweinen zum Zusammenstellen der >> cuvée (Champagner).
astringent - adstringierend; mundzusammenziehender Effekt, verursacht durch hohen Tanningehalt.
Ausbau - Der Begriff fasst die Kellerarbeiten (bis zu zwei Jahre) zusammen, die den Wein von der Gärung bis zur Abfüllung begleiten.
Auslese - In Österreich und Deutschland versteht man darunter ein Qualitätskriterium innerhalb der Prädikatsweine.
