B-Glossar
Balthasar- Flaschengrößen
Banyuls und Banyuls grand cru - Ca 1.400 ha Rebfläche auf steil zum Mittelmeer hin abfallenden Hängen im äußersten Osten der Pyrenäen im >> Roussillon. Lediglich die vier Gemeinden Banyuls-sur-Mer, Cerbère, Collioure und Port-Vendres kommen in den Genuss dieser Appellation. Die Rebstöcke klammern sich entlang von Terrassen fest, die auf Schieferböden angelegt sind; der felsige Untergrund ist bestenfalls von einer dünnen Schicht Erdreich bedeckt, wenn er nicht sogar offen zutage tritt. Der Rotwein wird hauptsächlich aus Grenache noir mit Anteilen von Syrah und Carignan verschnitten. Die Trauben erlangen hohe Reife und schrumpfen am Rebstock oft rosinenartig ein. Zumeist wird eine Maische-Gärung angewendet und bereits die Traubenmaische gespritet. Die Weine besitzen eine rubinrote bis rotbraune Farbe und ein Bouquet, das an Rosinen, gekochte Früchte, geröstete Mandeln, Kaffee und Pflaumenschnaps erinnert. Es gibt auch Vintages (hier heißen sie Rimage) aus besonders guten Jahrgängen. Die Grand-Cru-Version muss zumindest zu 75% aus Grenache Noir bestehen und wird zumindest 30 Monate im Holzfass gelagert. Banyuls-Weine trinkt man zwischen 12° und 17° C. Man genießt sie als Aperitif, zum Dessert (Banyuls-Weine sind die einzigen Weine, die zu einem Schokoladen-Dessert passen), zu Kaffee und einer Zigarre, aber auch zu Gänseleber, Ente mit Kirschen oder Feigen und bestimmten Käsesorten.
bar - Atmosphärischer Überdruck in der Champagnerflasche, der mit mindestens 3,5 bar gesetzlich geregelt ist. Üblich sind etwa 6 bar.
Barrique - Name für die im Bordeaux-Gebiet üblichen Eichenfässer mit 225 Litern Inhalt (barrique bordelaise). Heute erfreut sich das Barrique-Fass auch außerhalb des Bordeaux-Gebietes zunehmender Beliebtheit.
Beerenauslese - Spitzenwein aus überreifen oder edelfaulen, einzeln verlesenen Traubenbeeren. Eine Beerenauslese liegt qualitativ hinter einer Trockenbeerenauslese und unterscheidet sich von dieser durch ein niedrigeres Mostgewicht und werden bei der Beerenauslese nicht ausschließlich edelfaule Beeren verwendet.
Blanc de Blancs - Champagner, der ausschließlich aus Chardonnay gewonnen wird. Da in der Champagne überwiegend die Verwendung von roten und weißen Trauben (für weißen Champagner) üblich ist, wird diese eigentlich selbstverständliche Bezeichnung für die Ausnahme verwendet.
Blanc de noirs - Weißer Wein aus dunklen Trauben; in der Champagne >> Pinot Noir und >> Pinot Meunier.
Blauer Wildbacher - typisch österreichische rote Rebsorte der Weinbauregion Steiermark; aus ihr wird sortenrein der Roséwein >> Schilcher gekeltert.
Bodensatz - Im Laufe der Lagerjahre ausgefälltes Tannin und vorallem Farbstoff. Muss unbedingt durch Dekantieren vom reinen Wein getrennt werden.
Bordeaux - Wenn Bordeaux mit zu den ältesten und besten Weinanbaugebieten der Welt gehört, hat dies nicht zuletzt mit seinen für den Rebbau besonders günstigen klimatischen und geologischen Bedingungen zu tun. >> Terroir. Das Wasser ist allgegenwärtig in der Region, hat gar ihren alten lateinischen Namen geprägt: Aquitanien (das Wasserland). Die Flüsse Isle, Dordogne, Ciron und Garonne durchziehen das Bordelais und vereinigen sich zur gewaltigen Flussmündung der Gironde, die dem Departement den Namen gegeben hat. Die Flüsse sind auch für die Bildung der Weinbergsböden verantwortlich. Ursprünglich wurde die Rebe in der Gironde in die Schwemmlandböden entlang der Wasserläufe gepflanzt, die besonders fruchtbar waren, sowie entlang der sonnigen Hänge des rechten Dordogne-Ufers. Letztere bestehen aus mageren, häufig stark kalkhaltigen, kühlen Böden, die der Rebe wohl bekommen, weil sie diese nur mäßig produzieren lassen und einer langsamen, aber stetigen Traubenreife förderlich sind - zwei Voraussetzungen für einen großen, ausgewogenen Wein. In jüngerer Zeit - ab dem 17. Jahrhundert, begann man die stark kieshaltigen Hügel des linken Garonne-Ufers (Graves, Médoc) zu bepflanzen, die man erst mit Flussschlick düngen musste, damit die Rebe überhaupt Fuß fassen konnte. Diese sanft geschwungenen, kaum 20 Meter über den Fluss- und Meeresspiegel aufragenden Hügel aus urzeitlichem Flussschotter besitzen eine hervorragende natürliche Drainage (die Eigenschaft, den Wasserhaushalt so zu regulieren, dass die Rebe nie unter Mangel oder Überfluss leidet). Gleichzeitig lädt sich das Geröll am Tag gleichsam mit Sonnenwärme voll, die es in der Nacht wieder abgibt - eine zusätzliche Hilfe für eine optimale Traubenreife. Mit einer Niederschlagsmenge von durchschnittlich 900 Millimeter jährlich und einer Durchschnittstemperatur von 12,6° C gehört die Gironde zu den temperierten Zonen Frankreichs. Gefürchtet sind einzig die Spätfröste im Frühjahr, die beispielsweise 1991 fast die Hälfte einer Jahresernte vernichtet haben.
Bordeaux-Rotweinsorten - Cabernet Sauvignon. >> Merlot. >> Cabernet Franc.
Botrytis cinerea - süß
bouchonné - Korkgeschmack
Bouquet - Nennt man das Resultat aus der Vinifikation und dem darauf folgenden Entwicklungsprozess in Fass und Flasche. Ergänzend zum Begriff Aroma zu verwenden und mit diesem nicht zu verwechseln. Umfasst all die subtilen Elemente eines Duftes, die je nach Zusammensetzung stets neue Sinneseindrücke hervorrufen können. Das Bouquet eines reifen Spitzengewächses ist ein von Liebhabern hochgeschätztes Charakteristikum. Bouquet im weiteren Sinne kann auch verwendet werden als Synonym für die Nase, das heißt den allgemeinen Geruch des Weines.
brut - trocken
Brut Dosage - (Versanddosage) von 0 - 15 g/l Restzucker. Fast der gesamte Champagner wird mit dieser Dosage hergestellt.
