Champagner von A-Z

Glossar A

À la volée
À la volée bedeutet, dass der Champagner per Hand, ohne das Einfrieren des Flaschenhalses, degoriert wurde. Großformatflaschen werden immer per Hand degorgiert.

Agraffe
„agrafe“ bedeutet Haken in der französischen Sprache. Die Agraffe, auch als Muselet bezeichnet, ist der Drahtkorb, welcher über den Schaumweinkorken und die Capsule gegeben wird, um den Korken in der Schaumweinflasche zu fixieren. Die Agraffe wird unter dem Flaschenwulst fixiert und verhindert somit das selbständige Entweichen des Korken.

Alterungsfähigkeit
Aufgrund der Zusammensetzung und des Herstellungsverfahrens lassen sich Champagner sehr gut lagern. Die Alterung eines Weines ist ein kontinuierlicher Prozess, der nach der alkoholischen und malolaktischen Gärung im Gärbehälter oder im Fass beginnt und anschließend in der Flasche seinen Fortgang nimmt. Die Alterung im Fass betrifft vor allem die Reserveweine, die manchmal bis zu 10 Jahren gelagert werden. Ihre Lagerfähigkeit ist darauf zurückzuführen, dass sie bei niedrigen Temperaturen gelagert werden, keinem Sauerstoff ausgesetzt sind und auf einem dünnen Hefebett aufliegen.

Appellation Champagne AOP
Das Weinbaugebiet Champagne liegt im Nord-Osten Frankreichs, etwa 150 km östlich von Paris, zwischen dem 49-49,5 nördlichen Breitengrad und zählt zu den nördlichsten Weinbaugebieten Europas. Durch ein Gesetz aus dem Jahr 1927 ist die Champagne auf ein Gebiet von 34000 ha begrenzt, dies sind 3 % der gesamten Anbaufläche Frankreichs. Grund für die Begrenzung ist die Bodenbeschaffenheit der Champagne mit dem einzigartigen Belemnit-Kreide-Boden. Die Champagne unterliegt dem europäischen Ursprungsschutz AOP (Appellation d’Origine Protégée; frühere Bezeichnung lautete AOC = Appellation d'Origine Contrôlée). In englischer Sprache wird die AOP als PDO (Protected designation of origin) bezeichnet.

Arbanne
Arbanne ist eine von vier weiteren weißen Rebsorten (Petit Meslier, Pinot Gris, Pinot Blanc) deren Fläche etwa 100 ha, das sind 0,27 % der Gesamtfläche des Weinbaugebietes Champagne, beträgt und somit wenig Bedeutung hat.

Assemblage
Bei der Assemblage werden verschiedene Grundweine (vins clairs) aus unterschiedlichen Anbaugebieten, Rebsorten und Jahrgängen mit unterschiedlichen aromatischen und geschmacklichen Eigenschaften verschnitten. Das Ziel ist einen Wein zu kreieren, der als Gesamtkunstwerk die Summe aller Grundweine übertrifft.

Glossar B

Besonderheit
Jeder Champagner ist einzigartig und verkörpert die verschiedenen Terroirs und die Idee seines Schöpfers!

Bewirtschaftung
2011 waren 33570 Hektar in Ertrag für AOP Champagne (rund 24000 ha Departement Marne; 7100 ha Departement Aube und Haute-Marne; 2500 ha Departement Aisne und Seine-et-Marne). Davon gehören 90,7 % den rund 15500 Winzern und 9,3 % den 299 Champagner-Häusern. Durchschnittsgröße eines Weinbaubetriebes in der Champagne liegt knapp über 2,1 Hektar. Die Champagne ist in 281000 Einzelparzellen aufgeteilt.

Bidule
Bidule ist ein Polyethylenverschluss, der nach der Flaschenfüllung in die Flaschenöffnung gesteckt und mit einem Kronenkapselverschluss an der Flasche fixiert wird.

Blanc de Blancs
Champagner, der ausschließlich aus Chardonnay oder den anderen zugelassenen weißen Trauben (Arbanne, Petit Meslier, Pinot Blanc, Pinot Gris) hergestellt wird. Die hochwertigsten Blanc de Blancs-Champagner stammen aus der Côtes des Blancs.

Blanc de Noirs
Weißer Champagner, der ausschließlich aus roten Trauben (Pinot Noir und Pinot Meunier) hergestellt wird. Blanc de Noirs-Champagner sind selten zu finden und stammen meist aus Gegenden um Aÿ, Bouzy, Mailly, Hautvillers und Verzenay.

Boden
Der Untergrund besteht überwiegend aus Kalkgestein. Die Oberflächensedimente setzen sich
aus Kreide, Mergel und Kalkstein zusammen. Der Unterboden wirkt sich sehr positiv auf die Bodenentwässerung und die Wasserversorgung der Rebstöcke aus. Die Böden sind für die unverkennbaren mineralischen Noten im Champagner verantwortlich.

Brut
Zeigt sehr deutlich, wie Champagne schmeckt. Wird meist aus verschiedenen Weinen der drei zugelassenen Hauptrebsorten (Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Meunier), verschiedenen Lagen und Jahrgängen hergestellt.

Brut (herb)
Der Zuckergehalt der Dosage liegt unter 12 g Zucker pro Liter.

Brut Nature (naturherb)
Der Zuckergehalt der Dosage liegt unter 3 g Zucker pro Liter.

Glossar C

Capsule
Die Capsule ist die Metallkapsel, die den Korken bedeckt und mit dem Drahtkorb (Agraffe oder Muselet) fixiert wird. Jedes Champagnerhaus hat eigene Capsule, diese sind bei Champagnerfreunden beliebte Sammelstücke.

Cave
Als Cave werden die Lagerkeller in der Champagne bezeichnet, die meist unterirdisch liegen.
Die Lagerstollen der Champagner-Häuser umfassen rund 250 Kilometer. Champagner wird in Räumlichkeiten erzeugt und gelagert, die sich ausschließlich in dem gegrenzten Weinbaugebiet befinden.

Charakteristik
Der Ursprung der Champagne wurzelt in einem Dreiklang von besonderen Bodenarten (Belemnit-Kreide), den speziellen klimatischen Voraussetzungen (jährliche Durchschnittstemperatur 10-11°C) und ausgesuchten Rebsorten. Die Kunst der Kreation und Interpretation übernehmen die Champagner-Winzer mit ihren handwerklichen Geschicken in der Weinbereitung.

Chardonnay
29 % Anteil an der Gesamtfläche. Der Anbau findet vorwiegend an der Côte des Blancs und Côtes de Sézanne statt. Die Charakteristik des Chardonnay im Champagner zeigt sich durch das blumige, florale Bouquet, den lebendigen Zitrusfruchtaromen und die ausgeprägte mineralische Würze. Chardonnay ist für die Langlebigkeit, Eleganz und das Finessenreichtum im Champagner verantwortlich.

CIVC
Seit 1941 vertritt das Comité Inerprofessionnel du Vin de Champagne (CIVC) kurz „Comité Champagne“ mit Sitz in Épernay die Interessen der Winzer, Genossenschaften und der Champagner-Häuser. Hauptaufgaben des CIVC sind: Organisation der Weinlese; Verwaltung der Überwachungsinstrumente wie Kelterhefte, Ernteerklärungen, Lagerbestandangaben; Kenntnis der Champagner Märkte (Dokumentation, Marktstudien, Ausgabe der Herkunftsbescheinigung, Registrierung der Marken); Verbesserung der Technik und der Methoden im Weinbau und in der Önologie (Forschung, Experimentierung, Kampf gegen Parasiten und Frost, Probleme bei der Weinherstellung, Berufsausbildung, Qualitätsförderung); Schutz und Förderung der geschützten Herkunftsbezeichnung Champagne; wirtschaftliche und technische Vertretung der Winzer, Genossenschaften und Champagne-Häuser; Kommunikation in Frankreich und in den 13 wichtigsten Champagner-Exportmärkten; Öffentlichkeitsarbeit; juristischer Schutz der AOP Champagne. Finanziert wird die CIVC über einen Pflichtbeitrag, der von den Winzern und den Champagner-Häusern entrichtet wird.

Clos
„Clos“ ist die Bezeichnung für einen einzelnen Weingarten (mono-cru), der mit einer Mauer eingezäunt ist. Oftmals werden diese besonderen Weingärten auch einzeln vinifiziert und als Einzellage (mono-cru) auf die Flasche gefüllt.

Coopérative de Manipulation (CM)
Eine Genossenschaft, die in ihrem Betrieb Trauben ihrer Mitglieder vinifiziert und zu Champagner verarbeitet und diesen unter der eigenen Markt verkauft.

Coteaux Champenois
Die Stillweine der Champagne werden als Coteaux Champenois bezeichnet. Für die Herstellung der Stillweine werden nur die zugelassenen Rebsorten der Champagne verwendet. Rosé Coteaux Champenois wird sehr selten hergestellt.

Côte des Bar mit Montgueux
Sanft abfallende Hänge, die zwischen Seine und Aube im Süden der Champagne liegen.

Côte des Blancs
Weinberge folgen dem Verlauf der Felswände, die vom Norden nach Süden Épernay mit den Hängen von der Côte de Sézanne verbinden.

Cru
„Cru“ ist die Bezeichnung für eine Gemeinde in der Champagne. 319 Gemeinden sind auf fünf Départments (Marne, Aube, Haute-Marne, Seine-et-Marne) verteilt.

Glossar D

Degorgieren
Beim Degorgieren werden die Heferückstände, die durch das Rütteln im Flaschenhals lagern, entfernt. Der Flaschenhals wird in eine Kühlflüssigkeit getaucht, dadurch bildet sich ein Eispfropfen, der die Heferückstände umschließt. Sobald die Flasche geöffnet wird, wird der Eispfropfen infolge des Flaschendrucks ausgeworfen, wobei der Verlust an Wein und Druck minimal ist. Es gibt auch die Möglichkeit das Degorgieren per Hand (à la volée), ohne das Einfrieren des Flaschenhalses, durchzuführen. Hierbei ist der Verlust an Wein allerdings höher und der Vorgang kann nur von sehr erfahrenen Degorgiermeistern durchgeführt werden. Großformatflaschen werden immer per Hand degorgiert. Der Mengenverlust in der Flasche nach dem Degorgieren wird mit dem „Liqueur de Dosage“ aufgefüllt und auch der gewünschte Restzuckergehalt wird in diesem Prozess eingestellt.

Demi-Sec (halbtrocken)
Der Zuckergehalt der Dosage liegt zwischen 32 und 50 g Zucker pro Liter.

Dosage
Die Dosage ist der letzte Schliff, der dem Champagner durch den Kellermeister verliehen wird. Für die Dosage kann der gleiche Wein oder ein Reserveweine, der auch im Holzfass gelagert wurde, verwendet werden. Die Dosage verleiht dem Weine weitere Aromenvielfalt und Charakter. Die Dosage wird auch „Liqueur de Dosage“ oder „Liqueur d’Expédition“ bezeichnet. Je nach Zuckergehalt der Dosage wird der Champagner, laut EU-Verordnung vom 24.7.2009, wie folgt am Etikett bezeichnet:

  • Brut Nature (naturherb) unter 3 g Zucker pro Liter
  • Pas dosé unter 3 g Zucker pro Liter
  • Dosage zéro unter 3 g Zucker pro Liter
  • Zéro unter 3 g Zucker pro Liter
  • Extra-Brut (extra herb) zwischen 0 und 6 g Zucker pro Liter
  • Brut (herb) unter 12 g Zucker pro Liter
  • Extra-Dry (extra trocken) zwischen 12 und 17 Zucker pro Liter
  • Sec (trocken) zwischen 17 und 32 g Zucker pro Liter
  • Demi-Sec (halbtrocken) zwischen 32 und 50 g Zucker pro Liter
  • Doux (mild) über 50 g Zucker pro Liter

Drahtkorb
Der Drahtkorb, auch Agraffe oder Muselet genannt, wird über den Schaumweinkorken und die Capsule gegeben, um den Korken in der Schaumweinflasche zu fixieren. Der Drahtkorb wird unter dem Flaschenwulst fixiert und verhindert somit das selbständige Entweichen des Korken.

Druck
Rund 5 Liter Kohlendioxid sind normalerweise in einer 0,75 l Flasche Champagner gebunden. Je mehr Kohlendioxid und Druck im Champagner enthalten sind, desto größer sind die Perlen. Ältere Champagner, die nicht mehr über soviel Flaschendruck verfügen, moussieren prinzipiell feiner. Je stärker der Champagner moussiert, desto schneller verliert dieser an Druck und gleichzeitig auch an Aromen! Denn die Kohlendioxidbläschen transportieren die Aromastoffe des Champagners, wie mit einem Aufzug, an die Oberfläche.

Glossar E

Èlaboré par
Mit élaboré par (erstellt durch) findet man am Etikett einen zusätzlichen Hinweis auf den Erzeuger. Durch die Angabe von zwei Buchstaben( z.B. NM steht für Négociant-Manipulant) ist für den Konsumenten ersichtlich, ob der Champagner aus zugekauften oder eigenen Trauben produziert wurde und wer den Champagner hergestellt hat.

Extra-Brut (extra herb)
Der Zuckergehalt der Dosage liegt zwischen 0 und 6 g Zucker pro Liter.

Extra-Dry (extra trocken)
Der Zuckergehalt der Dosage liegt zwischen 12 und 17 Zucker pro Liter.

Glossar F

Flaschenformate

  • 0,2 l Quart/Piccolo/Viertelflasche
  • 0,375 l Demi/Filette/Halbflasche
  • 0,75 l Normalflasche
  • 1,5 l Magnum
  • 3 l Jeroboam (Doppelmagnum)
  • 4,5 l Rehoboam
  • 6 l Methusalem
  • 9 l Salmanazar
  • 12 l Balthasar
  • 15 l Nebukadnezar
  • 18 l Melchior bzw. Goliath
  • 26,25 l Souverain oder Sovereign
  • 27 l Primat
  • 30 l Melchisedech bzw. Midas

Flaschengärung
Die zweite Gärung (pris de mousse) dauert zwischen 6 und 8 Wochen. Die Hefekulturen wandeln den Zucker in Alkohol und Kohlendioxid um. Weiters entwickeln sich Ester und höhere Alkohole, die den sensorischen Charakter des Weines prägen. Nachdem die Schaumbildung abgeschlossen ist, sterben die Hefekulturen durch die Autolyse nach und nach ab. Dabei löst sich der Zellinhalt der Hefen auf und setzt Molekühle frei, die mit denen des Weines interagieren und sich langsam verändern.

Foudre
Als Foudre werden die klassischen, großen, meist gebrauchten Holzfässer ab einer Füllmenge von 3000 Liter bezeichnet.

Glossar G

Gesetzliche Mindestreifezeit auf der Flasche
Für jahrgangslosen Champagner (sans année) beträgt die Mindestreifezeit in der Flasche 15 Monate, davon müssen mindestens 12 Monate auf dem Hefesatz erfolgen. Jahrgangschampagner müssen laut Gesetz mindestens 36 Monate lagern.

Glas
Champagnergläser mit einem Moussierpunkt sind geeignet um die Perlen im Champagner zu beurteilen; zum Genießen machen diese keinen Sinn, da der Champagne schneller an Lebendigkeit und Ausdruck verliert. Am besten eignen sich tulpenförmige Gläser mit Stil, in diesem Glas entfalten sich die Aromen des Champagners perfekt.

Grand Cru
17 Gemeinden sind mit der höchsten Qualitätsstufe „Grand Cru“ ausgezeichnet. Stammen die Trauben zu 100 % aus einer Grand Cru Gemeinde, so darf die Bezeichnung Grand Cru am Etikett verwendet werden.

Grundwein
Als vin clair wird der Grundwein der Champagne nach der alkoholischen Gärung bezeichnet. Die Grundweine (vins clairs) lagern sorten- und jahrgangsrein im Keller. Bei der Assemblage werden verschiedene Grundweine für die Flaschenvergärung verschnitten.

Glossar H

Halbtrockener Champagne
Lieblicher Geschmack, der durch die restsüße Dosage verliehen wird.

Glossar I

Interessensvertretung
Seit 1941 vertritt das Comité Inerprofessionnel du Vin de Champagne (CIVC) kurz „Comité Champagne“ mit Sitz in Épernay die Interessen der Winzer, Genossenschaften und der Champagner-Häuser. Hauptaufgaben des CIVC sind: Organisation der Weinlese; Verwaltung der Überwachungsinstrumente wie Kelterhefte, Ernteerklärungen, Lagerbestandangaben; Kenntnis der Champagner Märkte (Dokumentation, Marktstudien, Ausgabe der Herkunftsbescheinigung, Registrierung der Marken); Verbesserung der Technik und der Methoden im Weinbau und in der Önologie (Forschung, Experimentierung, Kampf gegen Parasiten und Frost, Probleme bei der Weinherstellung, Berufsausbildung, Qualitätsförderung); Schutz und Förderung der geschützten Herkunftsbezeichnung Champagne; wirtschaftliche und technische Vertretung der Winzer, Genossenschaften und Champagne-Häuser; Kommunikation in Frankreich und in den 13 wichtigsten Champagner-Exportmärkten; Öffentlichkeitsarbeit; juristischer Schutz der AOP Champagne. Finanziert wird die CIVC über einen Pflichtbeitrag, der von den Winzern und den Champagner-Häusern entrichtet wird.

Glossar J

Jahrgangswein
Dieser Champagner wird ausschließlich aus einem Jahrgang hergestellt. Erst nach der Weinlese wird bestimmt, ob es einen Jahrgangswein (Millésime) geben wird. Diese Champagner besitzen sehr viel Charakter und spiegeln den Jahrgang ungeschminkt wieder.

Glossar K

Keller
Als Cave werden die Lagerkeller in der Champagne bezeichnet, die meist unterirdisch liegen.
Die Lagerstollen der Champagner-Häuser umfassen rund 250 Kilometer. Champagner wird in Räumlichkeiten erzeugt und gelagert, die sich ausschließlich in dem abgrenzten Weinbaugebiet befinden.

Klima
In der Champagne herrscht kontinentales und maritimes Klima. Die Winter sind kalt, teilweise fällt Schnee. Frost und Hagel sind stetige Risikofaktoren in der Champagne. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei ca. 700 mm, die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 10-11°C und jährlich scheint für 1680 Stunden die Sonne. In Ausnahmejahren können die Sonnenstunden sogar über 2100 Stunden betragen.

Kontrolle
Champagner wird vom Landwirtschaftsministerium, der staatlichen Weinkontrolle, der Gewerbeaufsicht, INAO, der Zoll- und Steuerbehörde und dem CIVC kontrolliert.

Korken
Der Champagnerkorken besteht aus einem Korkgranulat auf dem zwei Scheiben Naturkork geklebt werden. Die Naturkorkscheiben, die den Champagner berühren, werden als „Miroir“ oder Spiegel bezeichnet. Auf dem Korken muss die Angabe Champagne und bei Jahrgangschampagner auch der Jahrgang vermerkt sein.

Glossar L

Lagerung
Champagnerflaschen können stehend gelagert werden, da der Kork durch das enthaltene Kohlendioxid nicht austrocknen kann. Die stehende Lagerung wird auch von den Champagnerhäusern empfohlen. Bei langer, liegender Lagerung wird der Kork stark beansprucht, was zur Durchlässigkeit und somit zur Oxidation und zum Verlust von Kohlendioxid führt.

Lese
Die Trauben in der Champagne werden ausschließlich per Hand gelesen. Die Lesebehälter fassen maximal 50 kg Trauben.

Liqueur de Dosage
Die Dosage wird auch „Liqueur de Dosage“ oder „Liqueur d’Expédition“ bezeichnet.

Liqueur d’Expédition
Die Dosage wird auch „Liqueur de Dosage“ oder „Liqueur d’Expédition“ bezeichnet.

Liqueur de tirage
Der Liqueur de tirage besteht aus Zucker, Hefe und Hilfsstoffen für das Rüttelverfahren und wird dem Grundwein für die zweite Gärung zugefügt. Bei der Herstellung von Rosé Champagner kann der Liqueur de tirage auch roten Stillwein enthalten.

Glossar M

Malolaktische Gärung
Nach der alkoholischen Gärung erfolgt - wenn gewünscht - die malolaktische Gärung. Hierbei wird durch spezielle Bakterien die Äpfelsäure in Milchsäure umgewandelt. Die Anwendung der malolaktischen Gärung ist eine strategische Entscheidung des Kellermeisters. Jedes Champagnerhaus hat seine eigene Philosophie, was die malolaktische Gärung betrifft.

Marque d’Acheteur (MA)
Eine Handelsmarke. Markeninhaber ist nicht der Champagner-Hersteller, sondern meist dessen Kunde.

Millésime
Dieser Champagner wird ausschließlich aus einem Jahrgang hergestellt. Erst nach der Weinlese wird bestimmt, ob es einen Jahrgangswein (Millésime) geben wird. Diese Champagner besitzen sehr viel Charakter und spiegeln den Jahrgang ungeschminkt wieder.

Mono-Cépage
Als Mono-Cépage werden Champagner bezeichnet, die ausschließlich aus einer Rebsorte vinifiziert werden.

Mono-Cru
Als Mono-Cru werden Champagner bezeichnet, dessen Trauben ausschließlich aus einer Einzellage (cru) stammen.

Montagne de Reims
Die Weinberge befinden sich an den Hängen zwischen dem Plateau und den Tälern der Ardre und der Vesle - einem regionalen Naturschutzgebiet.

Mousseux
Die Perlage oder das Mousseux bezeichnet das Verhalten, die Größe, die Textur der vielen Kohlendioxidperlen im Champagner. Der Physiker Gérard Liger-Belair hat sich die Mühe gemacht, die einzelnen Perlen zu „zählen“ und kam mittels einer Hochgeschwindigkeitskamera zu einem Ergebnis. Es sind durchschnittlich 14 Millionen Kohlendioxidperlen in einer 0,75 l-Flasche enthalten und somit etwa 2 Millionen Bläschen in einem 0,10 l-Glas Champagner.

Muselet
Muselet ist der Drahtkorb oder auch Agraffe genannt, der über den Schaumweinkorken und die Capsule gegeben wird, um den Korken in der Schaumweinflasche zu fixieren. Die Muselet wird unter dem Flaschenwulst fixiert und verhindert somit das selbständige Entweichen des Korken.

Glossar N

Négociant Distributeur (ND)
Eine Vertriebsgesellschaft, die verkaufsfertige Champagnerflaschen ankauft und sie im eigenen Betrieb mit Etiketten versieht.

Négociant-Manipulant (NM)
Ein Champagner-Haus, welches Most oder Grundwein zukauft und die weitere Verarbeitung und Fertigstellung im eigenen Betrieb durchführt.

Glossar P

Perlage
Die Perlage oder das Mousseux bezeichnet das Verhalten, die Größe, die Textur der vielen Kohlendioxidperlen im Champagner. Der Physiker Gérard Liger-Belair hat sich die Mühe gemacht, die einzelnen Perlen zu „zählen“ und kam mittels einer Hochgeschwindigkeitskamera zu einem Ergebnis. Es sind durchschnittlich 14 Millionen Kohlendioxidperlen in einer 0,75 l-Flasche enthalten und somit etwa 2 Millionen Bläschen in einem 0,10 l-Glas Champagner.

Pas dosé
Der Zuckergehalt der Dosage liegt unter 3 g Zucker pro Liter.

Petit Meslier
Petit Meslier ist eine von vier weiteren weißen Rebsorten (Arbanne, Pinot Gris, Pinot Blanc) deren Fläche etwa 100 ha, das sind 0,27 % der Gesamtfläche des Weinbaugebietes Champagne, beträgt und somit wenig Bedeutung hat.

Pièce champenoise
Das Pièce champenoise ist ein Eichenfass mit einem Füllvolumen von 205 Liter und wird neben anderen Gebindegrößen für den Ausbau der Grundweine und der Lagerung der Reserveweine in der Champagne verwendet.

Pinot Blanc
Pinot Blanc ist eine von vier weiteren weißen Rebsorten (Arbanne, Petit Meslier, Pinot Gris), deren Fläche etwa 100 ha, das sind 0,27 % der Gesamtfläche des Weinbaugebietes Champagne, beträgt und somit wenig Bedeutung hat.

Pinot Gris
Pinot Gris ist eine von vier weiteren weißen Rebsorten (Arbanne, Petit Meslier, Pinot Blanc), deren Fläche etwa 100 ha, das sind 0,27 % der Gesamtfläche des Weinbaugebietes Champagne, beträgt und somit wenig Bedeutung hat.

Pinot Meunier
32 % Anteil an der Gesamtfläche. Der Anbau findet vorwiegend im Vallée de la Marne statt. Die Charakteristik vom Pinot Meunier im Champagner zeigt sich durch die Geschmeidigkeit am Gaumen, das weiche und fruchtige Bouquet, die Klarheit und die runde Textur in der Cuvée.

Pinot Noir
39 % Anteil an der Gesamtfläche. Der Anbau konzentriert sich vorwiegend auf die Gebiete der Montagne de Reims und der Côte des Bar. Pinot Noir verleiht dem Champagner eine spezielle Charakteristik, diese erkennt man am Duft nach roten Früchten und am Gaumen durch Kraft, Körper, Tiefe und Geschmacksvolumen.

Poignettage
Nach der Dosage werden die Champangerflaschen heftig geschüttelt, damit sich die Dosage im Wein gleichmäßig verteilt - dieser Prozess wird als Poignettage bezeichnet.

Premier Cru
44 Gemeinden sind mit der zweithöchsten Qualitätsstufe „Premier Cru“ ausgezeichnet. Stammen die Trauben zu 100 % aus einer Premier Cru Gemeinde oder einem Cuvée aus Grand Cru und Premier Cru Gemeinden, so darf am Etikett die Bezeichnung Premier Cru verwendet werden.

Pressen
Gesetzlich ist die Ganztraubenpressung vorgeschrieben und die Trauben werden in den über 1900 Presshäusern, die über das gesamte Gebiet verteilt sind, gepresst. Der Pressvorgang und die Ausbeute sind gesetzlich streng geregelt. Jede Rebsorte wird einzeln gepresst. Ein Pressvorgang verarbeitet 4000 kg Trauben, die Messeinheit dafür heißt „Marc“. Aus den 4000 kg Trauben dürfen nur 25,5 Hektoliter Most gewonnen werden. Bei der Pressung trennt man die ersten 20,5 Hektoliter, die „Cuvée“, von den folgenden 5 Hektolitern, der „Taille“. Beide Mostarten haben spezifische Eigenschaften. Die Cuvée enthält besonders reinen Saft aus dem Fruchtfleisch, dieser ist sehr zucker- und säurehältig, äußerst vielschichtig und mit subtilen Aromen ausgestattet. Die Taille ist ebenfalls sehr zuckerhaltig, verfügt jedoch über weniger Säure, besitzt jedoch viele Mineralsalze und Farbstoffe. In der Jugend sind diese Weine der Taille sehr intensiv und aromatisch, verfügen jedoch nicht über eine sehr lange Lagerfähigkeit.

Prestige Cuvée
Ein Champagner mit oder ohne Jahrgang, der aus den subtilsten Grund- und Reserveweinen kreiert wird.

Pris de mousse
Die zweite Gärung (pris de mousse) dauert zwischen 6 und 8 Wochen. Die Hefekulturen wandeln den Zucker in Alkohol und Kohlendioxid um. Weiters entwickeln sich Ester und höhere Alkohole, die den sensorischen Charakter des Weines prägen. Nachdem die Schaumbildung abgeschlossen ist, sterben die Hefekulturen durch die Autolyse nach und nach ab. Dabei löst sich der Zellinhalt der Hefen auf und setzt Molekühle frei, die mit denen des Weines interagieren und sich langsam verändern.

Pupitre
Pupitre bedeutet Rüttelpult. Das Rüttelpult ist ein A-förmiger Holzständer mit Löchern. In diese Löcher werden die Schaumweinflaschen mit dem Flaschenhals hineingestreckt, um manuell gerüttelt zu werden.

Glossar R

Ratafia
Ratafia ist eine Mischung aus Traubenmost und Weinbrand und wird meistens als Aperitif genossen. Die Ratafias werden zum Teil fälschlich als Aperitife auf Weinbasis bezeichnet, was jedoch nicht zutreffend ist, weil keine Fermentation der Trauben erfolgt. Der Ratafia aus der Champagne wird aus Traubenmost der Appellationen Champagne oder Coteaux champenois und einem neutralen Alkohol hergestellt. Nur bei den hochwertigsten Ratafia wird ein Fine oder Marc de Champagne verwendet.

Récoltant(R)
Ein Champagner-Winzer, der seine Weine nicht selbst ausbaut und der keiner Genossenschaft angehört. Die Trauben seiner Ernte werden im Lohnverfahren von einem Champagner-Haus (NM) zu Champagner verarbeitet.

Récoltant-Coopérateur (RC)
Ein Genossenschaftswinzer, der die Trauben seiner Ernte an eine Genossenschaft liefert und von der Genossenschaft nach der Vinifizierung den verkaufsfertigen Champagner geliefert bekommt. Er kann auch Champagner erhalten, der auf der Hefe liegt und noch zu degorgieren und zu dosieren ist.

Récoltant-Manipulant(RM)
Ein Champagner-Winzer, der ausschließlich aus eigenen Trauben und Weinen im eigenen Betrieb Champagner herstellt.

Remuage
Nach der Reifezeit auf der Hefe muss der Wein erneut geklärt werden. Durch das Rütteln wird das Hefedepot in den Flaschenhals befördert, sodass dieses beim Degogieren leicht zu entfernen ist. Hierfür wird die Flasche von der liegenden Position (sur lattes) durch stetiges Rütteln in die kopfüber Lage (sur pointe) gebracht, sodass sich die Sedimente im Flaschenhals sammeln können. Das Rütteln erfolgt entweder per Hand im Rüttelpult (pupitre) oder maschinell. Bis zum Degorgieren werden die Flaschen nach dem Rütteln kopfüber gelagert.

Rosé
Vollmundiger, charaktervoller Champagner, der entweder durch Einmaischen (Saignée Methode) oder durch Zugabe von rotem Stillwein (Assemblage Methode) der Champagne hergestellt wird.

Rosé d´Assemblage
Bei der Assemblage Methode werden Weiß- und Rotwein gemischt. Der Rotwein muss aus der Champagne und den zugelassenen Trauben stammen. Der Liqueur de Tirage und der Liqueur d’Expédition darf zur Farbkorrektur des Weines bei beiden Varianten rot sein.

Rosé de Macération
Bei der Roséweinherstellung können zwei Verfahren (Macération und Assemblage) angewendet werden. Bei der Macération oder Saignée Methode wird die Farbe mittels Maischestandzeit gewonnen. Die roten, gerebelten, gequetschten Trauben lagern je nach Jahrgang zwischen 24 und 72 Stunden - bis die gewünschte Farbe erreicht ist - auf der Maische und werden danach erst gepresst. Der Liqueur de Tirage und der Liqueur d’Expédition darf zur Farbkorrektur des Weines bei beiden Varianten rot sein.

Rütteln
Nach der Reifzeit auf der Hefe muss der Wein erneut geklärt werden. Durch das Rütteln wird das Hefedepot in den Flaschenhals befördert, sodass dieses beim Degorgieren leicht zu entfernen ist. Hierfür wird die Flasche von der liegenden Position (sur lattes) durch stetiges Rütteln in die kopfüber Lage (sur pointe) gebracht, sodass sich die Sedimente im Flaschenhals sammeln können. Das Rütteln erfolgt entweder per Hand im Rüttelpult (pupitre) oder maschinell. Bis zum Degorgieren werden die Flaschen nach dem Rütteln kopfüber gelagert.

Glossar S

Sans année
Sans année bedeutet ohne Jahrgang. Der Hauptteil der produzierten Champagnervielfalt ist jahrgangslos.

Saignée Methode bei Rosé
Bei der Roséweinherstellung können zwei Verfahren (Macération und Assemblage) angewendet werden. Bei der Macération oder Saignée Methode wird die Farbe mittels Maischestandzeit gewonnen. Die roten, gerebelten, gequetschten Trauben lagern je nach Jahrgang zwischen 24 und 72 Stunden - bis die gewünschte Farbe erreicht ist - auf der Maische und werden danach erst gepresst. Der Liqueur de Tirage und der Liqueur d’Expédition darf zur Farbkorrektur des Weines bei beiden Varianten rot sein.

Sec (trocken)
Der Zuckergehalt der Dosage liegt zwischen 17 und 32 g Zucker pro Liter.

Serviertemperatur
Die Serviertemperatur soll zwischen 6°C und 8°C liegen. Die richtige Temperatur ist wichtig für die Entfaltung der feinen Aromen. Bei zu kaltem Champagner können sich die Aromen nicht vollständig entfalten. Je wärmer der Champagner serviert wird, desto schneller entweicht das CO2.

Société de Récoltants(SR)
Eine Winzervereinigung, die Weine aus der Ernte ihrer Gesellschafter, die verwandt sind, verarbeitet.

Solera
Handwerkliche Winzer, die nicht über so große Lagerkapazitäten wie die großen Champagnerhäuser verfügen, lagern die Reserveweine gerne im Solera-Verfahren. Hierbei werden die Reserveweine im Edelstahltank oder großen Holzfass gelagert. Jedes Jahr wird ein individueller Teil für die Abrundung der Grundwein Cuvée entnommen und die fehlende Menge in der Solera wird mit den Weinen der aktuellen Ernte wieder aufgefüllt.

Spezial Cuvée
Ein Champagner mit oder ohne Jahrgang, der aus den subtilsten Weinen kreiert wird.

Stilistiken
Körper: Sinnliche, kräftige, körperreiche, intensive Champagner mit Noten von Unterholz, Gewürzen und roten Früchten. Dieser Typus passt zu allen Gerichten von leicht bis reichhaltig wie Leberpastete, Parmaschinken, Rindfleischeintopf, Ossobuco, Geflügel.

Geist & Esprit: Lebhafte, zarte Champagner mit herrlicher Leichtigkeit und Aromen von Pflanzen und Zitrusfrüchten. Sehr gut zum Aperitif und zu leichten Gerichten geeignet. Die Kombination mit Fisch, Krustentiere, Sorbets und Eisdesserts ist ein Hochgenuss.

Herz: Vollmundige, warme, weiche, harmonische Champagner mit Aromen von Brioche, Zimt, Honig. Dies sind oftmals Rosés oder halbtrockene Champagner und passen perfekt zu Lamm, süßsauren Gerichten, Gratins, warmen Kuchen, roten Früchten und zur Teestunde.

Seele: Vollendet gereifte, komplexe, gehaltvolle Champagner mit einem Bouquet von edlen und delikaten Gewürzen. Dazu zählen Spezial- und Prestige Cuvées und seltene Jahrgangsweine. Diese Champagner sind für sich alleine ein Genuss oder in Kombination mit sehr raffinierten Speisen.

Sur lattes
Sur lattes bezeichnet die liegende Flaschenlagerung im Champagnerkeller während der zweiten Gärung (Flaschengärung).

Sur lie
Sur lie bedeutet auf der Hefe lagern. Die Lagerung des Weines auf der Hefe wird einerseits beim Grundwein im Eichenfass oder Edelstahltank durchgeführt und andererseits nach der Beendigung der zweiten Gärung auf der Flasche.

Sur pointe
Sur pointe bedeutet, dass die Champagnerflaschen nach dem abgeschlossenen Rüttelprozess bis zum Degorgieren am Kopf stehend gelagert werden.

Glossar T

Terroir
Der Begriff Terroir umfasst alle Einzelelemente wie Boden, Klima, Höhenlage, Ausrichtung des Weinberges, die einen Wein prägen und einzigartig machen. Als goût de terroir wird der einzigartige Geschmack und Geruch im Wein bezeichnet.

Tirage
Die Tirage bezeichnet die Flaschenabfüllung der fertigen Cuvée, die mit dem Liqueur de Tirage versetzt ist, damit die zweite Gärung auf der Flasche stattfinden kann. Die Tirage darf frühestens am 1. Jänner nach der Weinlese erfolgen.

Glossar V

Vallée de la Marne
Die Weinberge befinden sich zu beiden Seiten des Flusses Marne von Ay bis Aisne bis über Château- Thierry hinaus.

Vendange
Vendange ist die französische Bezeichnung für die Weinlese.

Verkauf
Champagner und die Stillweine „Coteaux Champenois“ dürfen das Weinbaugebiet ausschließlich in gefüllten Flaschen verlassen. Wein in Fässern oder im Tanktransport sind verboten. Somit ist die Verarbeitung von Grundweinen außerhalb der Champagne unmöglich. Diese Bestimmungen werden von 4 Kontrollgremien mit eigenem Inspektor und Technikern überwacht. Am Naturkork muss Champagne stehen und der Jahrgang bei Millésime.

Vieilles vignes
Vieilles vignes werden oftmals auch als VV abgekürzt. Der Begriff wird für alte Rebstöcke verwendet, wobei das Alter nicht gesetzlich geregelt ist.

Vignoble - Weinberg

Vigneron - Weinbauer

Vin clair
Als vin clair wird der Grundwein der Champagne nach der alkoholischen Gärung bezeichnet. Die Grundweine (vins clairs) lagern sorten- und jahrgangsrein im Keller. Bei der Assemblage werden verschiedene Grundweine für die Flaschenvergärung verschnitten.

Glossar W

Weinbau
Die durchschnittlichte Anzahl der Rebstöcke liegt zwischen 8000 bis 10000 Stock pro Hektar. Man sagt, dass ein Rebstock eine Flasche Champagne erzeugt.

Glossar Z

Zéro Dosage
Der Zuckergehalt der Dosage liegt unter 3 g Zucker pro Liter.

Zweite Gärung
Die zweite Gärung (pris de mousse) dauert zwischen 6 und 8 Wochen. Die Hefekulturen wandeln den Zucker in Alkohol und Kohlendioxid um. Weiters entwickeln sich Ester und höhere Alkohole, die den sensorischen Charakter des Weines prägen. Nachdem die Schaumbildung abgeschlossen ist, sterben die Hefekulturen durch die Autolyse nach und nach ab. Dabei löst sich der Zellinhalt der Hefen auf und setzt Molekühle frei, die mit denen des Weines interagieren und sich langsam verändern.