Abgang - Endgeschmack. Ein guter, positiver Abgang ist ein ganz wesentliches Qualitätsmerkmal eines Spitzenweines. Schon beim Schlucken darf nichts kratzen oder beißen, der Wein muss den Rachen „streicheln“ und dann die ganze Fülle und Vielfalt seiner Aromen als „Erbe“ hinterlassen. Einen ungenügenden Abgang erkennt man durch einen rasch verschwindenden Endgeschmack, was auch auf einen ungenügenden Säuregehalt hinweist.
Adstringenz - Rauher, mundzusammenziehender Effekt, der durch hohen Gehalt an >> Tannin (Gerbstoff) und >> Säure verursacht wird (ersteres hauptsächlich Zeichen junger Weine). Verschwindet im Normalfall mit dem Altern, der Wein wird milder, die Gerb- und Farbstoffe fällen aus. Dieser Effekt muss aber nicht unangenehm sein und kann sehr appetitanregend wirken.
Agraffe - Drahtbügel zum Festhalten des Champagnerkorkens.
Alkohol - Eine der Hauptkomponenten des Weines, die ihm Body und Stärke gibt. Er bewirkt am Gaumen ein Gefühl von Gewicht und Wärme, wenn der Schluck durch die Kehle rinnt. Der Alkoholgehalt von leichten Weinen variiert von 10 bis 14 Volumenprozenten. Die Höhe hängt vom Zuckergehalt der Traube ab, der wiederum von der Sonnenintensität beeinflusst wird.
Alterungsfähigkeit - Ob ein Wein alterungs- und reifefähig ist, also ob er bei diesen Prozessen an Qualität gewinnt, hängt von einer Reihe von Faktoren ab: dazu gehören der ursprüngliche Säure- und Tanningehalt, die Menge an Salzen, Mineralstoffen und anderen Extrakten, die in ihm enthalten sind, und der Alkoholgehalt. Aber auch die Arbeit des Winzers, wie zum Beispiel die richtige Wahl des Erntezeitpunkts oder die korrekte und saubere Verarbeitung der Trauben im Keller, ist von Bedeutung, genauso wie ein geeigneter Keller mit idealer Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Gute Weine können über zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre immer vielfältigere Geschmacks- und Geruchseindrücke entwickeln und sich ständig verbessern. Selbst danach behalten sie ihre Qualitäten manchmal noch über Jahrzehnte, bevor sie schließlich „Firne“ zeigen oder gar „umkippen“.
Aroma - Geruchskomponenten, die vom Traubenmaterial, der Anbau- und Reifebedingungen, der Art der zur Gärung benutzten Hefen und den Keltermethoden, den Ausbauformen und der Reifezeit abhängen. Die Geruchsstoffe können entweder schon in der Traube vorhanden sein, bei der Gärung entstehen oder sich durch einen langen Reifeprozess im Fass, besonders aber in der Flasche, bilden. Junger Wein hat meist einen noch unentwickelten Geruch, beim alternden und reifenden Wein wird das Aroma - das offene und entfaltete Bouquet - immer wichtiger und komplexer, vor allem, wenn es sich um große Weine handelt.
Assemblage - Das Mischen von Stillweinen zum Zusammenstellen der >> cuvée (Champagner).
astringent - adstringierend; mundzusammenziehender Effekt, verursacht durch hohen Tanningehalt.
Ausbau - Der Begriff fasst die Kellerarbeiten (bis zu zwei Jahre) zusammen, die den Wein von der Gärung bis zur Abfüllung begleiten.
Auslese - In Österreich und Deutschland versteht man darunter ein Qualitätskriterium innerhalb der Prädikatsweine.
B
Balthasar- Flaschengrößen
Banyuls und Banyuls grand cru - Ca 1.400 ha Rebfläche auf steil zum Mittelmeer hin abfallenden Hängen im äußersten Osten der Pyrenäen im >> Roussillon. Lediglich die vier Gemeinden Banyuls-sur-Mer, Cerbère, Collioure und Port-Vendres kommen in den Genuss dieser Appellation. Die Rebstöcke klammern sich entlang von Terrassen fest, die auf Schieferböden angelegt sind; der felsige Untergrund ist bestenfalls von einer dünnen Schicht Erdreich bedeckt, wenn er nicht sogar offen zutage tritt. Der Rotwein wird hauptsächlich aus Grenache noir mit Anteilen von Syrah und Carignan verschnitten. Die Trauben erlangen hohe Reife und schrumpfen am Rebstock oft rosinenartig ein. Zumeist wird eine Maische-Gärung angewendet und bereits die Traubenmaische gespritet. Die Weine besitzen eine rubinrote bis rotbraune Farbe und ein Bouquet, das an Rosinen, gekochte Früchte, geröstete Mandeln, Kaffee und Pflaumenschnaps erinnert. Es gibt auch Vintages (hier heißen sie Rimage) aus besonders guten Jahrgängen. Die Grand-Cru-Version muss zumindest zu 75% aus Grenache Noir bestehen und wird zumindest 30 Monate im Holzfass gelagert. Banyuls-Weine trinkt man zwischen 12° und 17° C. Man genießt sie als Aperitif, zum Dessert (Banyuls-Weine sind die einzigen Weine, die zu einem Schokoladen-Dessert passen), zu Kaffee und einer Zigarre, aber auch zu Gänseleber, Ente mit Kirschen oder Feigen und bestimmten Käsesorten.
bar - Atmosphärischer Überdruck in der Champagnerflasche, der mit mindestens 3,5 bar gesetzlich geregelt ist. Üblich sind etwa 6 bar.
Barrique - Name für die im Bordeaux-Gebiet üblichen Eichenfässer mit 225 Litern Inhalt (barrique bordelaise). Heute erfreut sich das Barrique-Fass auch außerhalb des Bordeaux-Gebietes zunehmender Beliebtheit.
Beerenauslese - Spitzenwein aus überreifen oder edelfaulen, einzeln verlesenen Traubenbeeren. Eine Beerenauslese liegt qualitativ hinter einer Trockenbeerenauslese und unterscheidet sich von dieser durch ein niedrigeres Mostgewicht und werden bei der Beerenauslese nicht ausschließlich edelfaule Beeren verwendet.
Blanc de Blancs - Champagner, der ausschließlich aus Chardonnay gewonnen wird. Da in der Champagne überwiegend die Verwendung von roten und weißen Trauben (für weißen Champagner) üblich ist, wird diese eigentlich selbstverständliche Bezeichnung für die Ausnahme verwendet.
Blanc de noirs - Weißer Wein aus dunklen Trauben; in der Champagne >> Pinot Noir und >> Pinot Meunier.
Blauer Wildbacher - typisch österreichische rote Rebsorte der Weinbauregion Steiermark; aus ihr wird sortenrein der Roséwein >> Schilcher gekeltert.
Bodensatz - Im Laufe der Lagerjahre ausgefälltes Tannin und vorallem Farbstoff. Muss unbedingt durch Dekantieren vom reinen Wein getrennt werden.
Bordeaux - Wenn Bordeaux mit zu den ältesten und besten Weinanbaugebieten der Welt gehört, hat dies nicht zuletzt mit seinen für den Rebbau besonders günstigen klimatischen und geologischen Bedingungen zu tun. >> Terroir. Das Wasser ist allgegenwärtig in der Region, hat gar ihren alten lateinischen Namen geprägt: Aquitanien (das Wasserland). Die Flüsse Isle, Dordogne, Ciron und Garonne durchziehen das Bordelais und vereinigen sich zur gewaltigen Flussmündung der Gironde, die dem Departement den Namen gegeben hat. Die Flüsse sind auch für die Bildung der Weinbergsböden verantwortlich. Ursprünglich wurde die Rebe in der Gironde in die Schwemmlandböden entlang der Wasserläufe gepflanzt, die besonders fruchtbar waren, sowie entlang der sonnigen Hänge des rechten Dordogne-Ufers. Letztere bestehen aus mageren, häufig stark kalkhaltigen, kühlen Böden, die der Rebe wohl bekommen, weil sie diese nur mäßig produzieren lassen und einer langsamen, aber stetigen Traubenreife förderlich sind - zwei Voraussetzungen für einen großen, ausgewogenen Wein. In jüngerer Zeit - ab dem 17. Jahrhundert, begann man die stark kieshaltigen Hügel des linken Garonne-Ufers (Graves, Médoc) zu bepflanzen, die man erst mit Flussschlick düngen musste, damit die Rebe überhaupt Fuß fassen konnte. Diese sanft geschwungenen, kaum 20 Meter über den Fluss- und Meeresspiegel aufragenden Hügel aus urzeitlichem Flussschotter besitzen eine hervorragende natürliche Drainage (die Eigenschaft, den Wasserhaushalt so zu regulieren, dass die Rebe nie unter Mangel oder Überfluss leidet). Gleichzeitig lädt sich das Geröll am Tag gleichsam mit Sonnenwärme voll, die es in der Nacht wieder abgibt - eine zusätzliche Hilfe für eine optimale Traubenreife. Mit einer Niederschlagsmenge von durchschnittlich 900 Millimeter jährlich und einer Durchschnittstemperatur von 12,6° C gehört die Gironde zu den temperierten Zonen Frankreichs. Gefürchtet sind einzig die Spätfröste im Frühjahr, die beispielsweise 1991 fast die Hälfte einer Jahresernte vernichtet haben.
Bordeaux-Rotweinsorten - Cabernet Sauvignon. >> Merlot. >> Cabernet Franc.
Botrytis cinerea - süß
bouchonné - Korkgeschmack
Bouquet - Nennt man das Resultat aus der Vinifikation und dem darauf folgenden Entwicklungsprozess in Fass und Flasche. Ergänzend zum Begriff Aroma zu verwenden und mit diesem nicht zu verwechseln. Umfasst all die subtilen Elemente eines Duftes, die je nach Zusammensetzung stets neue Sinneseindrücke hervorrufen können. Das Bouquet eines reifen Spitzengewächses ist ein von Liebhabern hochgeschätztes Charakteristikum. Bouquet im weiteren Sinne kann auch verwendet werden als Synonym für die Nase, das heißt den allgemeinen Geruch des Weines.
brut - trocken
Brut Dosage - (Versanddosage) von 0 - 15 g/l Restzucker. Fast der gesamte Champagner wird mit dieser Dosage hergestellt.
C
Cabernet Franc - Eine Art Mischung aus Merlot und Cabernet Sauvignon. Im Médoc gibt er dem fertigen Wein mehr Aroma und Bouquet, in Saint-Emilion mehr Struktur und Komplexität. Lange vernachlässigt, feiert er heute seine Renaissance, ganz ähnlich wie der Pitit Verdot, der fast ausschließlich im Médoc angepflanzt wird und unglaublich kräftige, harte Grundweine mit Biss ergibt, die aber hervorragend altern.
Cabernet Sauvignon - Bekannteste Bordeaux-Sorte. Er ist relativ krankheitsresistent und ergibt Trauben mit kleinen, dickhäutigen Beeren. Zu vollendeter Reife kommt er nur unter den besonderen Bedingungen des Médoc und der Graves. In den Spitzengewächsen dieser Gebiete kann er durchaus bis zu 70 % des Rebsatzes ausmachen. Grundweine aus Cabernet Sauvignon besitzen eine extrem satte, dunkle Farbe und eine kräftige, herbe Textur und duften nach Cassis, Pfingstrose und Johannisbeere.
Carignan - die fünftmeist angebaute rote Rebsorte der Welt; die Sorte stammt aus der spanischen Region Aragón, von wo aus sie sich ab dem 12. Jahrhundert verbreitete. In Frankreich ist sie mit 18% Anteil die meistangebaute Rebsorte, vor allem im Gebiet Languedoc-Roussillon, wo sie die Hälfte der Rebfläche ausmacht. Sie ergibt einen tiefdunklen, säure- und tanninreichen Wein. Alte Rebstöcke erbringen besonders charaktervolle Weine.
Cave - Keller; in der Champagne fast immer unterirdisch.
Champagne - Eine ehemalige Provinz des alten Frankreich, liegt ca. 150 km nordöstlich von Paris. Hier treffen sich mildes atlantisches Klima und das rauhere Kontinentalklima. Die Grenzen des durch seinen spezifischen Kreideuntergrund natürlich bestimmten Anbaugebietes wurden durch ein französisches Gesetz offiziell festgelegt. Der Champagne-Bereich umfasst rund 34.000 ha , wovon derzeit mehr als 25.000 ha mit Reben bebaut sind. 250 Gemeinden mit unterschiedlich charakterisierten Lagen und Eigenarten teilen sich dieses Gebiet. Außerhalb der „Champagne-Grenzen“ darf kein Champagner angebaut oder hergestellt werden.
Champagner-Weinsorten - Pinot Meunier. >> Pinot Noir. >> Chardonnay.
Charakter - Weist ein Qualitätswein auf, wenn er ein unverwechselbares, deutlich erkennbares Bild ergibt und beim Degustator eine positive oder negative Reaktion auslöst.
Chardonnay - Einzige erlaubte weiße Rebsorte in der Champagne.
clairet - hellrot, fast rosé
Cognac - Das Anbaugebiet für Cognac erstreckt sich entlang den Ufern der Charente - eines mächtigen Flusses, den Henri IV. als den "schönsten Flusslauf seines Reiches" bezeichnete. Das Gebiet umfasst einen großen Teil des Département Charente, die Charante-Maritime sowie einige Gemeinden in der Dordogne und den Deux-Sèvres. Es zeichnet sich durch die Vielfalt seiner Böden aus. Weite kreidehaltige Felder, Ebenen mit rötlich-steiniger Erde, grüne Täler, die sanfte Hügel von Sumpfgebieten trennen und dazwischen immer wieder Wälder mit vielen verschiedenen Baumarten. Diese Vielfalt findet sich im Bouquet und Aroma eines jeden Cognac wieder; sie bereichert ein Produkt, das sich auf der ganzen Welt großer Beliebtheit erfreut. Mitten im Zentrum des beschriebenen Gebietes liegen die Städte Jarnac, Segonzac sowie Cognac - letztere gab dem berühmten Branntwein den Namen. Cognac ist 465 km von Paris, 120 km von Bordeaux und 100 km von La Rochelle entfernt. Mit geringen Niederschlägen und einer Durchschnittstemperatur von 13,5° C. (6,5° C. im Winter, 21,5° C. im Sommer) profitiert dieses Land von klimatischen Bedingungen, die geradezu ideal für die Entwicklung eines Weinberges höchster Qualität sind. Vermutlich ist es das milde Klima, dessen besonderer Zauber für die sprichwörtliche "Art de Vivre" im Land des Cognac verantwortlich ist. Die für die Cognac-Herstellung verwendeten Trauben stammen ausschließlich von weißen per Verordnung festgelegten Rebsorten. Die Herstellung des Weines erfolgt auf natürliche Art und Weise - verboten sind der Zusatz von Zucker und die Verwendung der Endlospresse (Archimedische Schraube).
Cognac-Alterung - Sie ist ein notwendiger Vorgang, damit aus den Destillaten Cognac wird. Sie erfolgt in speziellen Fässern, die zwischen 270 und 450 Liter fassen. Einer der entscheidenden Faktoren, die das Reifen des Cognac beeinflussen, ist der natürliche Feuchtigkeitsgehalt der Lager, in denen die Fässer verwahrt werden. Besteht ein ausgewogenes Klima in den Lagern, wird der Cognac weich und altert auf harmonische Weise. Während der langen Reifephase, die sich häufig über Jahrzehnte erstreckt, erhält der Cognac sein volles Aroma. Das porige Eichenholz (stammt traditionell aus den Limousin- oder Troncais-Wäldern) ermöglicht einen Austausch zwischen Luft und Destillat. In dieser Zeit entzieht der Cognac dem Eichenholz sogenannte "Trockenextrakte" - Substanzen, durch die er seine goldgelbe bis feurigbraune Farbe erhält und die ihm mit der Zeit das typische Cognac-Bouquet und den >> Rancio verleihen. Der Reifeprozess vollzieht sich in drei Phasen: Extraktion, Abbau oder Hydrolyse und zum Schluss die Oxydation. Die ältesten Destillate reifen im Allgemeinen in dunklen Räumen - abgeschieden von den anderen Lagern. Sobald sie ihre optimale Reife erlangt haben, unterbricht der "Maître de Chai", zu deutsch Kellermeister, den Reifeprozess und lässt sie in sehr alte Eichenfässer umfüllen. Anschließend kommt der ausgereifte Cognac in Korbflaschen, auch "Dames-Jeannes" genannt. Hier hat er keinen Kontakt mehr zur Luft und hält sich so über Jahrzehnte, ohne sein Bouquet zu verändern. Während der langen Alterung entzieht der Cognac dem Eichenholz Duft- und Geschmackstoffe. Gleichzeitig verliert er aufgrund des Kontaktes mit der Luft nach und nach an Alkoholgehalt und Volumen. Bei diesem Prozess verdunsten umgerechnet jährlich über 20 Millionen Flaschen Cognac. Um höchste Qualität zu erzielen, nehmen die Hersteller den harten Tribut jedoch gerne in Kauf. Bei der Alterung entstehen alkoholische Dünste, die einem mikroskopisch kleinen Pilz - dem "torula compniacensis" - als Nahrung dienen. Er schwärzt in der Region die Mauern der Häuser und gibt ihnen somit ihre typische Farbe.
Cognac-Destillation - Cognac wird durch die Destillation von Weißwein gewonnen. Die Trauben hierfür werden innerhalb des Gebietes mit gesetzlich geschützter Herkunftsbezeichnung geerntet. Die Weine haben einen hohen Säure- und einen schwachen Alkoholgehalt. Ist die alkoholische Gärung beendet, muss der Weißwein sofort destilliert und zu Cognac weiterverarbeitet werden. Die Destillation selbst erfolgt traditionsgemäß in zwei separaten Brennvorgängen in der "Charentaiser Brennblase". Der charakteristisch geformte Brennkessel wird auf offenem Feuer erhitzt. Ein oliven- oder zwiebelförmiger Helm schließt ihn nach oben hin ab. Der Helm verengt sich zum sogenannten Schwanenhals, der dann in die Kühlschlange übergeht; diese wiederum führt durch einen mit Kühlwasser gefüllten Behälter. Der ungefilterte Wein wird im Brennkessel erhitzt. Die aufsteigenden alkoholischen Dämpfe sammeln sich im Helm und gelangen durch den Schwanenhals in die Kühlschlange. Dort kondensieren sie und laufen als "Broullis", also als Rauhbrand, ab. Diese leicht trübe Flüssigkeit hat einen Alkoholgehalt von 27 - 30 Vol.%. Sie wird erneut in den Brennkessel gefüllt und ein zweites Mal destilliert. Das Ergebnis ist die "Bonne Chauffe" - der sogenannte Feinbrand. Bei diesem zweiten Vorgang ist das Fassungsvermögen der Brennkessel auf 30 hl und die Füllmenge auf 25 hl begrenzt. Dem Destillateur kommt nun die schwierige Aufgabe zu, das sogenannte Herzstück vom Rest zu trennen. Die zuerst auftretenden Dämpfe sind sehr alkoholreich (Vorlauf) und werden abgetrennt. Sie machen etwa 1 - 2 % des Volumens aus. Das dann folgende Herzstück, aus dem der eigentliche Cognac entsteht, ist ein klarer Branntwein, dessen durchschnittlicher Alkoholgehalt maximal 72 Vol.% erreichen darf. Sinkt der Alkoholgehalt auf 60 Vol.%, beendet der Destillateur den zweiten Durchlauf und trennt den Nachlauf ab. Vorlauf und Nachlauf werden entweder zusammen mit dem Wein oder dem Rauhbrand erneut destilliert. Während der beiden Destillationsphasen - ein Zyklus dauert etwa 24 Stunden - überwacht der Destillateur genauestens die jeweiligen Auslaufzeiten und Temperaturen. Das verlangt große Aufmerksamkeit und Erfahrung. Durch die Einflussnahme auf das Destillationsverfahren gibt er dem Cognac seine persönliche Note. So bestimmt der Destillataur zum Beispiel über den Anteil an Hefen, die Wiederverwendung des Vor- und Nachlaufs im Wein oder Rauhbrand sowie die Temperaturkurven. Während der Wintermonate arbeiten die Brennereien Tag und Nacht. In dieser Zeit leben die Charentaiser, dem Rhythmus der Brennphasen angepasst, in einer ganz eigenen Atmosphäre. Sie breitet sich rund um Alkohol, Kupferkessel und Backsteine auf geheimnisvolle Art und Weise aus. Das Brennrecht endet am 31. März des auf die jeweilige Ernte folgenden Jahres. Oft ist die Charentaiser Brennblase mit einem energiesparenden Weinvorwärmer gekoppelt. Dieses nicht verbindlich vorgeschriebene Gerät ermöglicht aufgrund dort hindurchgeleiteter Alkoholdämpfe ein Vorwärmen des anschließend zu destillierenden Weines.
Coteaux Champenois - Stiller Wein der Champagne. Hierfür gelten gleich strenge gesetzliche Regeln wie für den Champagner selbst. Varianten: weiß, rosé, rot.
Coteaux du Languedoc - Insgesamt 168 Gemeinden, davon fünf im Departement Aude, neunzehn im Departement Gard und die übrigen im Departement Hérault, bilden ein Weinbaugebiet, dessen Reblagen über das gesamte Languedoc verstreut sind, in der Zone der Hügel und der Garrigue (immergrüne Strauchheide), die sich von Narbonne bis Nimes erstreckt. Diese in erster Linie auf Rot- und Roséweine spezialisierten terroirs erzeugen die AOC Coteaux du Languedoc.
Côtes du Roussillon und Côtes du Roussillon-Villages - Die Weine dieser Appellationen kommen aus den besten Reblagen der Region mit einer Rebfläche von rund 6.800 ha. Die Côtes du Roussillon-Villages befinden sich im nördlichen Teil des Departements Pyrénées-Orientales. Die Rotweine werden aus Carignan noir (max. 60%), Grenache noir, Lladoner Pelut, Cinsaut als Hauptsorten sowie max. 10% Syrah, Mourvèdre und Macabeu als Nebensorten verschnitten (zumindest zwei Hauptsorten und eine Nebensorte). In knapp 90 Gemeinden wird auch >> Rivesaltes produziert.
Cuvée - Komposition von Weinen verschiedener Lagen, Rebsorten und Jahrgänge. Damit werden der gleichmäßige, für ein Haus typische Geschmack einer Marke erzielt und jahrgangsbedingte Qualitätsschwankungen ausgeglichen. Cuvée ist aber auch die Bezeichnung für die erste Pressung der Reben (2050 l Most aus 4000 kg Trauben).
Cuvée de prestige - Spitzenqualität eines Champagnerhauses aus den besten Weinen; länger gelagert als üblich und in besonderen Flaschen abgefüllt.
Cru - Gewächs; auch Lage bzw. Ort.
D
degorgieren - Entfernen der Hefe aus der Flasche. >> Flaschengärung.
Dégustation - Weinprobe. Weinkost. Verkostung. Prüfung und anschließende Bewertung eines Weines - nicht mit technischen Hilfsmitteln, sondern ausschließlich durch die Sinnesorgane (Auge, Nase, Gaumen, Zunge).
Dekantieren - Nennt man das vorsichtige Umfüllen des Weins aus der Flasche in eine bereitgestellte Glaskaraffe. Das empfiehlt sich vor allem bei älteren Rotweinen, da die Tannine im Laufe der Jahre immer schwerere Moleküle gebildet haben, die sich am Boden der Flasche absetzen. Dieses Depot im Wein verdirbt den Drinkgenuss ebenso wie etwa ein Kaffeesatz. Aus der Flasche auszuschenken, ohne diesen Satz aufzuwirbeln, ist fast unmöglich, selbst wenn man sich dazu eines sog. Dekantierkorbes bedient, in dem die Flasche in halb liegender Position aufbewahrt wird; auch dabei wird durch das Hin- und Herschwappen spätestens der dritte oder vierte Schluck Wein seinen Anteil „Kaffeesatz“ enthalten.
demi-sec - Champagner (halbtrocken - teils auch halbsüß genannt) mit 33 - 50 g/l Restzucker. In der Champagne nicht mehr sehr verbreitet.
Dosage, Fülldosage - Zuckerzusatz zur Cuvée. Die gleichzeitig zugesetzte Hefe verwandelt diesen Zucker in der verschlossenen Flasche in drei Wochen zu Kohlensäure und höchstens 1,5 % Alkohol.
Versanddosage - Zucker-Weinlösung, die dem Champagner nach der zweiten Gärung (Flaschengärung) zur Harmonisierung beigefügt wird. Die Höhe der Versanddosage ist gesetzlich vorgeschrieben.
E
Eau-de-vie - Jede Art von Spirituose, in der Regel bezieht sich dieser Begriff aber auf Weinbrand.
Edelfäule - Nennt man die erwünschte Fäule, mit der man die Beeren befallen lässt. Sie perforiert die Haut, worauf Feuchtigkeit entweicht und die Beeren zu schrumpfen beginnen. Der Zuckergehalt konzentriert sich. In der Nase und am Gaumen als honigähnlich spürbar. Botrytis cinerea
Elsass (Alsace) - der größte Teil des elsässischen Weinbaugebiets liegt auf den Hügeln, die dem Massiv der Vogesen vorgelagert sind und in die Rheinebene hineinreichen. Die Vogesen, die sich zwischen dem Elsass und dem übrigen Frankreich als Bergwand auftürmen, sind für das spezielle Klima dieser Region verantwortlich; sie fangen nämlich den Großteil der Niederschläge ab, die vom Atlantik her kommen. Deswegen ist die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge im Gebiet von Colmar mit weniger als 500 mm die niedrigste Frankreichs! Im Sommer hemmt die Bergkette den kühlenden Einfluß der atlantischen Winde. Der Hauptvorteil elsässischer Weine liegt in der optimalen Entwicklung der Aromastoffe der Trauben begründet, die in Gebieten mit gemäßigt kühlem Klima oft besser verläuft, weil sich die Reifung dort langsam vollzieht und lang dauert. Eine Besonderheit dieser Region ist es auch, dass die Weine nach der Rebsorte bezeichnet werden, aus der sie erzeugt worden sind, während die übrigen französischen AOC-Weine im allgemeinen den Namen der Region tragen, woher sie kommen. Alsace >> Vendanges tardives (Spätlesen) sind Weine, die aus überreifen Trauben erzeugt werden; eine erst seit 1984 verwendete offizielle Bezeichnung. Diese Weine unterliegen extrem strengen Produktionsbedingungen; beim Zuckergehalt der Trauben sind es sogar die höchsten vorgeschriebenen Werte überhaupt. Es handelt sich um Weine von außergewöhnlichem Rang, die man nicht in jedem Jahr erhält und deren Herstellungskosten sehr hoch sind. Nur die Rebsorten >> Gewurztraminer, >> Pinot gris, >> Riesling, und - seltener - Muscat dürfen diese spezielle Bezeichnung tragen.
Extrakt - Hat mit dem Körper des Weines zu tun. Es handelt sich um nichtflüchtige, lösliche Stoffe wie Glyzerin, stickstoffhaltige Verbindungen, Gerb- und Farbstoffe, Alkohole und Mineralstoffe, jedoch nicht um Zucker. Sie tragen zum Reichtum eines Gewächses bei und stammen im wesentlichen von reifen Trauben. Zeichen von Qualität.
F
Federspiel - eine von der „Vinea Wachau Nobilis Districtus“ kreierte Klassifizierung für trockene Weißweine. Weine mit rassiger Eleganz. Das Mostgewicht muss mindestens 17° KMW (>> Klosterneuburger Mostwage) - 85 Oe - (>> Oechsle), der Alkoholgehalt darf 11,0 Vol.% bis maximal 12,5 Vol.% betragen; es darf nicht aufgebessert werden. Diese Stufe entspricht der offiziellen österreichischen Qualitätsstufe Kabinett.
Fine - Der Begriff ist durch das Gesetz von 1938 zur Bezeichnung eines Cognac-Destallates mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung zugelassen worden. Steht auf dem Etikett "Grande Fine Champagne", so stammen die Destillate dieses Cognac ausschließlich aus Trauben der >> Grande Champagne. Die kontrollierte Herkunftsbezeichnung "Fine Champagne" steht für einen Cognac, der nur aus Destillaten der Grande Champagne und >> Petite Champagne besteht. Allerdings müssen die Destillate der Grande Champagne mindestens 50 % ausmachen.
Finesse - Abstrakter Qualitätsbegriff, mit dem verfeinerte Qualität ausgedrückt werden soll. Rasse.
Flaschengärung - Beim Champagner. Der Wein darf vom Einfüllen in die Flasche während aller Herstellungsvorgänge bis zum Verbrauch diese Flasche nicht verlassen.
Flaschengrößen - Champagner wird überwiegend in 1/1 Flaschen (0,75 l Normalflasche) hergestellt. Darüber hinaus gibt es die ˝ Flasche (0,375 l), die ≈ Flasche (0,2 l) und Großflaschen: Magnum (1,50 l), Jerobaom (3,00 l), Rehoboam (4,50 l), Methusalem (6,00 l), Salmanazar (9,00 l), Balthasar (12,00 l), Nebukadnezar (15,00 l)
frisch - Ein Wein mit natürlichem, jugendlichem Charme und Vitalität.
fruchtig - Attraktive Weinqualität aus guten, reifen Trauben, aber nicht unbedingt mit Traubenaroma.
G
Gärung - Keltern
Gewicht - Leicht-gewichtig bzw. schwer-gewichtig sind Bezeichnungen für den Körper. Alkohol.
Gewurztraminer - der aromatische Gewurztraminer, der im Elsass am besten gedeiht, ist die am wenigsten bekannte von den „großen“ Rebsorten. Wenn der goldgelbe, oft nach exotischen Früchten und Rosen duftende Gewurztraminer als „Vendange tardive“ auf den Tisch kommt, gehört er zu den überzeugendsten Dessertweinen, die man sich vorstellen kann.
Goldburger - die weiße Rebsorte ist eine Züchtung aus >> Welschriesling x Orangetraube. Die Kreuzung erfolgte durch den Züchter Dr. Friedrich Zweigelt im Jahre 1922 an der Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg (Niederösterreich). Die Endsilbe weist auf Klosterneuburg hin. Goldburger wird nur in Österreich angebaut und beträgt 0,7 % der Gesamt-Anbaufläche. Der goldgelbe, extraktreiche, kräftige Wein besitzt eine ansprechende Säure mit fruchtigem Bouquet.
Grand Cru - Champagne: Weinorte bzw. Lagen der Bewertungsstufe 100 %.
Grande Champagne - Sie erstreckt sich über 35.700 ha. Ihr bröckeliger Boden ist kalk- und kreidehaltig. Hier gedeihen etwa 13.000 ha Wein, bestimmt zur Herstellung von Weißweinen für die Cognac-Produktion. Sie ergeben sehr feine und leichte Branntweine mit einem Blütenbouquet. Ihre volle Reife erlangen sie erst nach langer Alterung im Fass.
Grenache - diese rote Rebsorte ist die zweitmeist angebaute der Welt. Sie liefert einen charaktervollen, feurigen und eher hellen Rotwein. Der große Vorteil der früh reifenden Rebe ist die Widerstandsfähigkeit gegen Dürre in heißen, trockenen Weinbauregionen. Zum Großteil wird sie mit anderen, farb- und tanninreicheren Sorten verschnitten.
Grüner Veltliner - Synonym für die Rebsorte >> Veltliner
H
Hefe - Bei Champagner unerlässliches Hilfsmittel für die zweite Gärung (Flaschengärung). Die Gärstoffe aus der Hefe verwandeln Zucker in Alkohol und Kohlensäure. Durch die langsame Gärung unter Druck im Innern der Flasche verbindet sich die Kohlensäure gut mit dem Wein und es entsteht, was den Champagner später moussieren lässt.
Hefeton - Positiv: Geschmackston
Negativ: Im Sinne von bierig. Hinweis auf eine bevorstehende oder kürzlich erfolgte zweite Gärung.
J
Jahrgangschampagner - In besonders guten Jahren hergestellter Champagner aus den Weinen eines einzigen Jahrganges. Muss mindestens drei Jahre gelagert werden.
Jeroboam - Flaschengrößen
Johannisbeere - Ihr Fruchtgeschmack entspricht am ehesten jenem der Cabernet-Sauvignon-Traube. Der eventuell erste Hinweis auf Bordeaux in einer Blinddegustation.
K
Kamptal - österreichisches Weinbaugebiet (Weinbauregion Niederösterreich). 4189 Hektar Rebflächen auf Urgestein, Lehm und Löss - hauptsächlich mit >> Grüner Veltliner und >> Riesling bestockt; weiters Chardonnay, Zweigelt, Blauer Burgunder, Cabernet Sauvignon und Merlot. Das Klima ist sowohl von heißen, pannonischen Einflüssen als auch von kühlen Strömungen aus dem Waldviertel geprägt. Die Niederschlagsmenge ist eher gering; im Frühjahr, Herbst und Winter häufiger Nebel. Der Name kommt vom Fluss Kamp, Zentrum des Kamptals ist Österreichs größte Weinbaustadt Langenlois. Ein weinbauliches Wahrzeichen ist die Riede Heiligenstein bei Zöbing. Viel Löss und Lehm, auf den Berglagen auch Verwitterungsurgestein, bilden den Untergrund für eine eigenständige Rebenkultur, die vor allem dem Veltliner entgegenkommt. Er fällt hier besonders typisch fruchtig sowie würzig aus und kann mit beachtlichem Alterungspotential überraschen. Dazu trägt auch das Säurespiel der Weine bei; es ist für den Grünen Veltliner und den wertvollen Riesling charakteristisch.
Kapselgeschmack - Eigenartiger, leicht metallischer (Blei-)Geschmack.
Keller
Kellertemperatur - Wein sollte nicht zu warm und nicht zu kalt aufbewahrt werden: 7° C - 18° C sind die tolerierbare Temperaturspanne, vor allem, wenn es sich um längere Zeiträume handelt. Eine längere Lagerung über 20° C sollte man vermeiden. Zu kalte Lagerung - um 0° C und darunter - führt zum Weinsteinausfall und damit zu einer Verringerung der Säure im Wein.
Keltern
Leichte rote Weine, insbesondere Bordeaux - In der Traubenmühle werden die Trauben entrappt, d.h. von den Kämmen getrennt und sanft gequetscht. Die dabei entstehende Maische kommt in den Gärbehälter oder Gärtank. Die alkoholische Gärungsetzt spontan oder dank Zugabe von Reinzuchthefe ein und dauert vier bis sechs Tage. Danach bleibt der Jungwein noch kurze Zeit an der Maische, bis der Saft (Vorlaufwein) abgelassen wird. Die festen Teile (Traubenschalen und -kerne) kommen auf die Presse. Presswein und Vorlaufwein werden vermischt und kommen in den Lagerkeller. Unter Beigabe von Milchsäurebakterien wird die so genannte malolaktische Gärung (zweite Gärung) provoziert: die herbere Apfelsäure wird dabei zur milderen Milchsäure abgebaut. Danach bleibt der fertige Jungwein noch einige Monate im Tank, wird dann gefiltert und abgefüllt. Je nach Unterregion lagert die Flasche noch einige Monate im Keller, bevor sie in den Verkauf kommt.
Große rote Lagerweine, insbesondere Bordeaux - Die erste Phase der Weinbereitung bleibt gleich. Große Weine bleiben jedoch nach erfolgter Gärung länger an der Maische: mindestens zwei und längstens vier Wochen. In dieser Zeit wird der Wein regelmäßig umgepumpt oder umgezogen, das heißt aus dem Gärtank abgepumpt und in geschlossenem Kreislauf wieder über die Maische gegeben. So reichert man den Saft oder Jungwein mit den Farb- und Gerbstoffen der Traubenschale an, was dem Wein nicht nur seine tief dunkle Farbe, sondern auch seine große Reifekapazität verleiht. Versuchen einige Betriebe, die malolaktische Gärung so rasch wie möglich einzuleiten (wenn der Jungwein noch an der Maische ist), ziehen andere es vor, den Wein vor der zweiten Gärung abzulassen. Lagerweine werden bei Bordeaux so gut wie immer in kleinen Eichenholzfässern von 225 Litern Inhalt gelagert (ausgebaut), den so genannten „barriques“.
Klosterneuburger Mostwage (KMW) - österreichische Maßeinheit für das Mostgewicht, welches von August M. Freiherr von Babo im Jahre 1869 entwickelt wurde. 1° KMW entspricht 1 % Zucker im Most.
Kohlensäure - Die Bläschen im Champagner, in Schaumweinen und der Grund für die Spritzigkeit, das Erfrischende von vielen leichteren Weiß- und Roséweinen. Kohlensäure ist neben Alkohol das natürliche Produkt der Gärung. Wird die Kohlsäure gezügelt, das heißt teilweise oder überhaupt nicht (Champagner, Mousseux, Sekt) aus dem Wein entlassen, spricht man von Weinen mit natürlicher Kohlensäure. Sie kann auch künstlich beigegeben werden.
Kohlensäure-Maischung - macération carbonique - die Kohlensäure-Maischung als spezielle Gärtechnik wurde in Frankreich im Jahre 1934 entdeckt. Ein Forscherteam untersuchte die Möglichkeiten, Tafeltrauben über einen längeren Zeitraum möglichst frisch zu halten. Dabei wurden die Trauben unter einer Kohlendioxid-Schutzgashülle bei 0 °C aufbewahrt. Nach zwei Monaten begannen sie zu gären. Man verarbeitete sie zu Wein, der heller, duftiger und weniger tanninbetont war als bei der herkömmlichen Maische-Gärung. Ist in einem geschlossenen Behälter Kohlendioxid vorhanden, dann läuft die Gärung unter völlig anderen Umständen ab. Sie erfolgt innerhalb der Beeren ohne Einwirkung von Hefen und wird intrazelluläre Gärung genannt. Dabei wird die Farbe der Schalen nach innen abgezogen. Innerhalb von sieben bis 14 Tagen bildet sich in den Beeren bis zu 2% Alkohol und dieser stoppt den Prozess. Durch das Gewicht der Trauben platzen die zuunterst liegenden Beeren und durch zugesetzte Hefen setzt im Most die normale Gärung ein.Verschiedene Stoffe wie Acetaldehyd, Aminosäuren, Äthylacetat, Glycerin und Methanol entstehen in größeren Mengen als sonst. Es gibt verschiedene Formen dieser Technik. Normalerweise wird der Gärtank mit unversehrten, ganzen Trauben gefüllt. Wird der sich unten bildende gärende Most nach oben gepumpt, verstärkt sich der Prozess. Im Burgund gibt es eine Variante, bei der man den Behälter bis zur Hälfte mit ganzen Trauben füllt und mit gemahlenen Trauben auffüllt. Nach etwa drei bis sieben Tagen wird der Most abgezogen und die restliche Maische gepresst. Dann werden die beiden Moste gemischt und die Gärung läuft weiter. Durch diese Technik werden Geschmack und Duft der Trauben besonders zur Geltung gebracht, während Gerbstoffe und Säuren wesentlich milder ausfallen.
Korkgeruch - Deutlicher Geruch nach Kork.
Korkgeschmack - Ein untrügliches Zeichen dafür, dass mit dem Wein etwas nicht stimmt. Kann im Mund festgestellt werden und veranlasst jeden Weinfreund zum direkten Weg zum Ausguss (für den Inhalt der Flasche) oder zum Ruf nach dem Kellner (für eine neue Flasche). Ein übelriechender, faulig-holzig schmeckender Weinfehler. Schuld daran ist nicht der Winzer, sondern der Korkproduzent (vor allem in Portugal, Spanien, Sardinien und Nordafrika beheimatet). Manche Korkproduzenten gönnen aufgrund der immer stärker zunehmenden Menge abgefüllter Weine und der damit zusammenhängenden enorm gestiegenen Nachfrage nach der Rinde der Korkeiche, „quercus suber“, den Bäumen nicht immer die notwendige Rekonvaleszenz von 10 oder 15 Jahren zwischen einer „Ernte“ und der nächsten. Korkgeschmack ist allerdings auch ein Vorwurf an den Wein, der viel zu oft zu Unrecht erhoben wird, eine Ausflucht von Möchtegern-Weinkennern, die mit diesem Pauschalurteil zu den Alpträumen von Weinkellnern beitragen.
Körper - Mit Körper oder Fülle beschreibt man die Summe von Zucker, Alkohol und Extrakten, der organischen Materie, die nach dem Verdampfen des Wassers und des Alkohols übrigbleibt. Unterschiedlich, je nach Weintyp und Jahrgang.
körperreich - Hoch im Alkohol und Extrakt. Füllt den Mund. Weine von mindestens 12,5° Alkohol.
kraftvoll - Normalerweise in der Beschreibung von großen, körperreichen Weinen verwendet.
kurz - Sind Weine, deren Geschmackseindruck schnell abklingt.
L
lang - Wein hinterlässt eine Geschmacksempfindung, die am Gaumen sekundenlang anhält. Zeichen von Qualität. >> Abgang
Languedoc-Roussillon - schon vor über 2.000 Jahren wurde im Süden Frankreichs durch die Römer die Basis für die französische Weinkultur gelegt und Wein aus der Provinz Gallia Narbonensis (nach der die Stadt Narbonne benannt ist) bis nach Rom exportiert. Die riesige Region setzt sich aus den drei Départements Aude, Gard und Hérault zusammen. Diese Region ist mit über einem Drittel der Gesamtrebfläche das größte Weinbaugebiet Frankreichs und auch der Welt. In guten Jahren werden hier 10% der Weltwein-Produktion erreicht. Über 190 Kilometer lang erstreckt sich das Gebiet entlang der Küste des Mittelmeeres in einem breiten Streifen von Marseille bis an die spanische Grenze am Fuße der Pyrenäen. Im Norden liegt der Bereich Languedoc (langue d´oc = gemeinsame Sprache) mit dem Hauptort Montpellier, im Süden liegt der wesentlich größere Teil Roussillon mit der Hauptstadt Perpignan. Die häufigsten roten Rebsorten sind >> Carignan (die rund die Hälfte der Rebfläche bedeckt), Cabernet Sauvignon, >> Grenache, Merlot und >> Syrah. Hauptsächlich werden Rot- und Roséweine erzeugt.
lebhaft - Fest, erfrischend. Weist auf gut passenden Säuregehalt hin, besonders in trockenen Weißweinen.
leicht - Bezüglich Körper: niedriger Alkoholgrad. Farbe: wenig Farbe (blass wäre eine bessere Bezeichnung). Eine leichte Nase ist gleichzusetzen mit wenig Bouquet. Trotz Mangels an Haltbarkeit können Spitzengewächse aus einem leichten Jahrgang köstliche Weine sein.
lieblich - In Österreich und Deutschland gilt dieses Eigenschaftswort oft als Synonym für „leicht süß“ - eine Süße auf der Basis von Zucker. In der Schweiz wird es im Sinne von „schön“, „reizend“, „angenehm“, etc. gebraucht und kann auf jede Art von Wein angewendet werden.
Luftfeuchtigkeit - Ausreichende Luftfeuchtigkeit (60 - 70 Prozent) ist wichtig, damit die Korken nicht austrocknen. Die bei zu hoher Feuchtigkeit entstehende Gefahr, dass die Etiketten schimmeln, kann man bannen: geruchlose Haarsprays oder Fixiermittel für Ölbilder sind Konservierungsmittel, die man in jedem Malergeschäft bekommt. Wer es sich leisten kann, sollte seinen Keller gut isolieren (Achtung auf Heizungsrohre!) und eine komplette Klimatür einbauen lassen, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit immer auf dem gewünschten Niveau hält.
M
Magnum - Flaschengrößen
Malolaktische (zweite) Gärung - Keltern
Merlot - Der Merlot ist heute die meistangebaute rote Rebsorte der Gironde. Sie besetzt über 50 % der gesamten Rotweinfläche. Er ist dem Cabernet Sauvignon sehr ähnlich, besitzt aber größere Beeren, ist etwas krankheitsanfälliger und kommt etwas früher zu voller Reife. Charakteristisch ist die volle, samtene Textur seiner Weine. Im Médoc bildet er die ideale Ergänzung zum Cabernet Sauvignon, mildert etwas dessen Härte und gibt den Weinen mehr Fülle. In den übrigen Gebieten ist er die wichtigste Traubensorte.
Methusalem - Flaschengrößen
Méthode champenoise - Champagnerverfahren; das durch die zweite Gärung in der Flasche gekennzeichnete Verfahren zur Herstellung von Schaumwein wird auch in anderen Gegenden angewandt. Die besondere Eigenart des Champagners beruht jedoch nicht allein auf diesem, sondern auch auf den drei klassischen Traubensorten der Region und den dort gewachsenen Erfahrungen.
mild - Rund.
Millésime - Jahrgang eines Champagners (Jahrgangschampagner). Allgemeine Bezeichnung für Jahrgang.
mittelgewichtig - In Alkohol und Extrakt weder leicht noch schwer, das heißt zwischen 12° und 13°, je nach Stil des Weines.
Most - Noch nicht vergorener Traubensaft.
Mousse - Schaumkrone beim Einschenken von Champagner. Schon geringste Fett- oder Spülmittelreste im Glas verhindern eine belle mousse.
Mousseux - Perlenspiel des Champagners (auch Schaumwein). Verschiedentlich spricht man auch von der Größe der aufsteigenden Kohlensäureperlen (je feiner, um so besser der Champagner).
Muscat de Rivesaltes - Appellation mit rund 4.000 ha Rebfläche für süßen, gespriteten >> Vin doux naturel in der Region Roussillon. Wenn die Bestockung zu 100 % aus Muscat-Reben besteht, darf der Winzer im gesamten Anbaugebiet der Rivesaltes-, Maury- und Banyuls-Weine Muscat de Rivesaltes herstellen. Zugelassen sind nur die beiden Rebsorten Muscat à petits grains und Muscat d'Alexandrie. Die erstgenannte Rebsorte, die oft Muscat blanc oder Muscat de Rivesaltes genannt wird, reift frühzeitig und gedeiht in relativ kühlen Gebieten, deren Böden nach Möglichkeit kalkhaltig sein sollten. Die andere Sorte, die man auch als Muscat romain bezeichnet, wird später reif und ist sehr widerstandsfähig gegenüber Trockenheit. Bei der Weinherstellung werden die Trauben entweder unmittelbar gekeltert oder gären mehr oder weniger lang auf der Maische. Der Ausbau muss in einer reduktiven Umgebung stattfinden, um zu verhindern, dass die primären Aromastoffe oxidieren. Die Weine sind likörartig süß und enthalten mindestens 100 g Zucker/lit. Man trinkt sie mit einer Temperatur von 9° - 10° C. Sie passen hervorragend zu Nachspeisen, Zitronen-, Apfel- oder Erdbeerkuchen, Sorbets, Eis, Obst, Mandelkonfekt mit Früchten und Marzipan sowie zu Roquefort.
N
Nase - Der allgemeine Geruch des Weines. >> Bouquet.
Nebukadnezar - Flaschengrößen
Négociant - Handelshaus; speziell auch Champagnerhersteller.
Négociant-manipulant (NM) - Handelshaus, das sich auch mit Weinbau und Champagnerherstellung befasst - unter anderem Champagnehaus „J.-M.Gobillard & Fils“.
nervig - Wenn Säuren und Extraktstoffe des Weines auf eine gute Konstitution hinweisen, die eine längere Lagerung erlaubt.
Neuburger - der Ursprung dieser fast ausschließlich in Österreich kultivierten weißen Rebsorte liegt in Spitz an der Donau (Wachau - Niederösterreich). Es handelt sich um eine natürliche Kreuzung von Roter Veltliner x Sylvaner. Anbau im Burgenland, der Thermenregion, der oberen Wachau, aber kaum in der Steiermark und Wien (Anteil an der Gesamt-Rebfläche Österreichs 2,4 %). Geringe Ansprüche an Standort und Lage, bevorzugt Urgesteinsböden, gedeiht aber auch sehr gut auf schweren und kalkreichen Böden. Der Neuburger eignet sich hervorragend für den Barrique-Ausbau und ist ein vornehm-zurückhaltender, im Duft manchmal neutraler Weißwein von kraftvoller, aber milder Art, charakteristisch ist sein feiner, walnussartiger Geschmack.
Neusiedlersee-Hügelland - österreichisches Weinbaugebiet (Weinbauregion Burgenland). 6264 Hektar Rebflächen auf Löss, Schwarzerde, Sand und Lehm - hauptsächlich mit >> Welschriesling, Weißburgunder, Neuburger, Zweigelt und Blaufränkisch bestockt. Zu den Spezialitäten gehören Sauvignon blanc, Chardonnay und vermehrt Cabernet Sauvignon.
O
Oechsle (Oe) - in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg gebräuchliche Maßeinheit für das Mostgewicht, benannt nach dem Pforzheimer Physiker, Goldschmied und Optiker Christian Ferdinand Oechsle; erfand zusammen mit seinem Sohn eine Mostwage, die sogenannte Oechslewaage. So ergibt ein Most, der 80 Grad Oechsle hat, einen Wein mit ungefähr 80 Gramm Alkohol. Da jeder Alkoholgrad etwa einem Gewicht von knapp 8 Gramm entspricht, enthält dieser Wein etwas über 10 Vol.% Alkohol.
Odeur - Geruch
Oxydation - Brauntönung; riecht nach altem Stroh. Flacher, verbrauchter Geschmack eines Weines, der durch zu große Luftzufuhr zerstört worden ist, sei es im Fass oder in der Flasche; letzteres entweder durch einen fehlerhaften Korken oder durch allzu lange Flaschenlagerung ohne Neuverkorkung.
P
parfum - Duft, das angenehme Traubenaroma.
Petite Champagne - Sie erstreckt sich über 68.400 ha, 16.000 ha davon dienen der Cognac-Herstellung. Ihre Böden enthalten eine etwas dünnere und durchlässigere Kreideschicht, die insbesondere im Westen dem Einfluss des Meeres unterliegt. Cognac aus dieser Lage hat vergleichbare Eigenschaften mit dem aus der >> Grande Champagne, besitzt jedoch nicht dessen extreme Feinheit.
Pinot gris - Synonym für die Rebsorte >> Ruländer (auch Grauburgunder)
Pinot Meunier - Wichtigste der drei erlaubten Rebsorten in der Champagne. Rote Traube.
Pinot Noir - In der Champagne die zweite rote Rebsorte (nur zu einem geringen Anteil angebaut).
Poignetage - Das Schütteln der Flaschen während der horizontalen Lagerung (>> sur lattes), um gleichmäßige Verteilung des Sediments zu erzielen und das spätere Rütteln (>> remuage) zu erleichtern.
Prädikatswein - >> Siehe Weingesetz
Premier cru - Klassifizierung der Weinbergslagen der Champagne - Weinorte mit der Bewertung 90 - 99 %
Pris de mousse - Die zweite, in der Flasche stattfindende Gärung, auf der die Schaumbildung beruht (Champagner).
Pupitre - Rüttelpult mit Löchern zum Einstecken der Flaschen (Champagner).
R
Rancio - Duft und Geschmack eines voll ausgereiften Cognacs, entsteht durch die lange Oxydation der Fettstoffe; auch "Madeiraduft" genannt.
Rasse - Art. Eine abstrakte Qualitätsbezeichnung. Ein feines Gewächs von guter Herkunft sollte Rasse haben, von feiner Art sein.
rauchig - Geruch nach Rauch, normalerweise vom Holz (besonders der Eiche) erzeugt, aber auch anderen Ursprungs. Eine gefällige Art von Geruch, die man unter anderem mit guten Burgundern verbindet.
Rehoboam - Flaschengrößen
reif - Erwünschte Eigenschaft in jedem Zusammenhang: reife Trauben (voll Fruchtzucker); reifer Geruch und Geschmack: beides zeigt Süße an, gewonnen aus reifem Traubengut.
Remuage - Rütteln; hierbei werden die auf dem Kopf stehenden Flaschen leicht gekippt und gedreht, so dass das während der Flaschengärung entstehende Sediment allmählich hinter den Verschluss rutscht und durch >> Degorgieren entfernt werden kann
Reservewein - Ein stiller Wein, der zur Verwendung bei der Zusammenstellung jahrgangsloser Champagner aufbewahrt wird.
Riesling - aus der Rieslingtraube werden die vielleicht feinsten, die rassigsten und ganz sicher die vielseitigsten Weißweine gewonnen: Trockene und jung trinkfertige genauso wie volle, schwere und edle Süßweine. Es sind Gewächse, deren Charakter deutlich von den Eigenarten der jeweiligen Weinbergslage bestimmt wird, auf der sie gereift sind, Individualisten, die Persönlichkeit und Alterungsfähigkeit auf ideale Weise in sich vereinen. Die berühmtesten deutschsprachigen Anbaugebiete liegen an der Mosel, am Rhein, im Elsass und in der Wachau.
Rotburger - Synonym für die Rebsorte >> Zweigelt
rund - Am Gaumen spürbar: erweckt den Eindruck eines vollkommenen, ausgewogenen, reifen Weines. Alle jugendlichen Kanten haben sich abgeschliffen.
Ruländer - weiße Rebsorte, gehört zur Burgunderfamilie und durch eine Mutation direkter Abkömmling vom Pinot Noir. Hat viele Synonyme - zum Beispiel Grauburgunder in Österreich, Pinot Grigio (Italien), Pinos Gris (Frankreich), Ruländer (Deutschland), Tokay d’Alsace (Elsass - hat nichts mit dem Tokajer zu tun).
Rütteln - Champagner. Vorgang, mit dem man die Hefe nach der zweiten Gärung und Lagerung aus der Flasche bekommt. Die Flaschen werden vier Wochen lang täglich von Hand gerüttelt, bis die Hefe allmählich in den Flaschenhals absinkt.
Rüttelpult (Pupitre) - Wichtiges Gerät zum Enthefen des Champagners nach der zweiten Gärung und der Lagerung. Die Flaschen werden bei diesem Vorgang allmählich von der waagrechten in eine senkrechte Position eingesteckt und täglich gerüttelt.
S
Saignée - Methode zur Herstellung von Roséchampagner durch kurzes Einmaischen der roten Traubenschalen im Most.
Salmanazar - Flaschengrößen
Sans année - Ohne Jahrgang.
Säure - Der saure Geschmack von Weinen entsteht durch eine Reihe von Säuren, die zum größten Teil schon in der Traube enthalten sind. Zur Wein-, Apfel- und Zitronensäure aus der Beere gesellen sich während der Gärung noch erwünschte und weniger erwünschte Säuren wie die Bernstein- und die Essigsäure. Die Säuren verleihen dem Wein seine Frische und - zusammen mit dem Alkohol - seine Nervosität; sie tragen zu seiner Struktur bei.
Ein hoher Säuregehalt verringert den Eindruck der Süße, verstärkt aber den bitteren und rauhen Geschmack der Tannine, weshalb besonders bei tanninreichen Rotweinen der biologische Säureabbau höchst erwünscht ist.
Ein Säuremangel führt zu flachen, ausdruckslosen Weinen. Säure ist aber nicht gleich Säure. Die verschiedenen Säuregrade, ausgedrückt als pH-Wert, machen sich natürlich auch am Gaumen bemerkbar. Die Apfelsäure etwa hat einen niedrigen pH-Wert, ist also sehr sauer und hat deshalb einen härteren Geschmack als die Weinsäure. Die Essigsäure zeigt sich vor allem im Rachen: Weine mit hohem Essigsäuregehalt schmecken besonders unangenehm, mager und dürr und haben einen brennenden und kratzigen Nachgeschmack.
Schilcher - Roséwein; wird ausschließlich in der österreichischen Weinbauregion Steiermark produziert, der klassische Bereich ist das Weinbaugebiet >> Weststeiermark. Schilcher wird überwiegend als Rosé sortenrein aus der roten Rebsorte Blauer Wildbacher gekeltert. Lachsroter, zwiebelfarbiger Wein, meist herbes Zitronen-Bouquet, prägnante und rassige Säure, niedriger Alkohol-Gehalt. Wird am besten gut gekühlt und jung getrunken.
schlank - Nervig. Ein Wein hat Nerven, wenn seine Säuren und Extraktstoffe gut ausgebildet und ausgewogen sind. Am Gaumen zu beurteilen. Oft das Zeichen für einen sehr langlebigen Wein.
Schwer - Mehr als körperreich oder vollmundig. Überbelastet mit Alkohol. Absenz von Finesse.
sec - trocken, durchgegoren. Im Zusammenhang mit Schaumwein jedoch auch den Intensitätsgrad der Süße angebend. Sec bei Schaumweinen bedeutet meistens „süßlich“. Dosagestufe mit 17 - 35 g/l Zucker.
Smaragd - eine von der „Vinea Wachau Nobilis Districtus“ kreierte Klassifizierung für trockene Weißweine. Es handelt sich um die wertvollsten und reifsten trockenen Weine aus den allerbesten Lagen, die nur in den besten Jahren gekeltert werden. Die Moste werden bis zum natürlichen Gärstillstand vergoren. Die Trauben werden sehr spät, meist nicht vor Mitte November gelesen, müssen zumindest 12,5 Vol.% Alkoholgehalt und maximal 9 g/l Restzucker haben und entsprechen zumindest der offiziellen Qualitätsstufe Kabinett. Meist sind es aber >> Spätlesen.
Spätlese - Damit ist nicht unbedingt eine „späte Lese“ verbunden, sondern das Kriterium ist ein vorgegebenes Mostgewicht, was vollreife Trauben erfordert. Dies kann aber auch während der Hauptlese erreicht werden. Der Lesetermin kann ebenso nach der allgemeinen Lese liegen und von den Behörden, regional unterschiedlich, festgelegt werden. In Österreich und Deutschland Wein der höchsten Qualitätsstufe.
spritzig - Nasen- und Gaumencharakteristikum vorwiegend von alkoholverstärkten Weinen. In jungen Erzeugnissen hervorragend, wenn zuviel Weinalkohol beigegeben wurde, in alten spürbar, wenn der Körper müde geworden ist und das Alkoholgerüst durchscheint. Mit dem Gesichtssinn erfassbar, wenn kleine Luftbläschen im Wein aufsteigen. Am Gaumen ein erfrischendes Prickeln von Kohlensäure.
sortentypisch - Ausgeprägtes Aroma in Nase und Gaumen, von der entsprechenden Rebsorte herrührend.
stark - Alkoholreich.
Steinfeder - eine von der „Vinea Wachau Nobilis Districtus“ kreierte Klassifizierung für trockene Weißweine. Es handelt sich um duftige, spritzige Weine mit einem Mostgewicht von 15° bis 17° KMW (>> Klosterneuburger Mostwage) und maximal 11 Vol.% Alkohol.
Sur lattes - Horizontale Lagerung der Flaschen während der Flaschengärung von Champagner.
Sur lie - Auf der Hefe; durch längere Lagerung des Champagners mit dem Sediment werden komplexere Geschmacksnuancen hervorgebracht.
Sur pointes - Senkrechte Lagerung der Champagnerflaschen vor dem >> Degorgieren, auf dem Kopf stehend.
süß - Ein Wein mit einem hohen natürlichen oder beigefügten Zuckergehalt schmeckt süß. Eine Eigenschaft von Dessertweinen. Wein kann süß riechen, doch wird diese Eigenschaft in erster Linie am Gaumen entdeckt. Die Süße von Spätlesen, Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen ist das Resultat aus der Vergärung von überreifen Trauben, die einen besonders hohen natürlichen Zuckergehalt aufweisen und sind sogar manchmal von der sogenannten Edelfäule befallen. Diese Edelfäule ist ein Schimmelpilz mit dem Namen botrytis cinerea, der auf unreifen Trauben Unheil bringt, da er sie verfaulen lässt, auf reifen Beeren aber wahre Wunder wirkt. Seine Sporen durchdringen die Beerenhaut und helfen dem Pilz, sich vom Zucker der Frucht zu ernähren. Gleichzeitig verdunstet aber durch die von botrytis geschaffenen Poren viel Wasser - die Beere schrumpft ein und in ihrem Inneren kommt es zu einer hohen Konzentration von Zucker und Säure. Most aus Trauben, die von dieser Edelfäule befallen sind, vergärt nicht mehr vollständig. Daran hindert ihn vor allem ein Stoff aus der Gruppe der Antibiotika, der vom Schimmelpilz produziert wird und den die Franzosen „Botrytizin“ nennen. Aber dieser Wunderpilz kann noch mehr: zum einen produziert er Glyzerin, das für einen weichen, vollen Körper des Weines sorgt, und Aromastoffe, die sein Bouquet vervollständigen und abrunden, zum anderen aber auch Stoffe, die die Kelterung dieser Weine zu einem außerordentlich aufwendigen und schwierigen Verfahren machen.
Syrah - Eventuell stammt diese rote Rebsorte aus der Stadt Shiraz (Iran), was aber nicht belegt ist. Sie zählt zu den großen dieser Welt, die Traube liefert einen tiefen, dunklen Wein mit intensiver Würze und großem Reifepotential.
T
Taille - Champagner. Zweite Pressung der Reben (500 l nach 2050 l von 4000 kg Trauben) >> Cuvée. Dabei wird geringere Qualität erzielt!
Tannin - Neben Säure und Alkohol wesentliches Haltbarkeitsmittel, welches während der Gärung aus den Beerenhäuten und -kernen extrahiert wird. Ein Teil des Reifeprozesses besteht in der Reduktion des Tanningehaltes. Es wird ausgefällt durch die Tätigkeit von Proteinen und lagert sich - zusammen mit Farbstoff - am Flaschenboden ab, wo es den Bodensatz bildet. Die Anwesenheit von Tannin trocknet den Gaumen aus, beschlägt die Zähne und erinnert manchmal an einen „Kellergeschmack“. Es ist eine hervorstechende physikalische Komponente von jungen Rotweinen - vor allem Bordeaux - mit einem praktischen Zweck: fetthaltige Speisen zu „unterbrechen“ und den Gaumen zu reinigen. In Weißweinen zählt Tannin praktisch nicht, weil die Hauptquelle, die Beerenhäute, vor der Gärung entfernt werden.
Terroir - Eigenart der Böden, die Rebe optimal mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen, wurzeln und wachsen zu lassen; eine Unmenge von Faktoren spielt mit, zu denen vorallem auch Klima und Mikroklima gehören.
terroir, goût de - erdiger Geschmack und Geruch von gewissen Böden.
tief, Tiefe - Kann in verschiedenen Zusammenhängen angewendet werden: Ein Wein kann Tiefe haben, beispielsweise in der Farbe, in der Nase - im Gegensatz zum oberflächlichen, an dem man lange zu schnüffeln hat, bis sich Frucht und Charakter zeigen. Tiefe im Geschmack heißt komplex, nuancenreich.
Toasting - Fasseinbrand (Flämmen der inneren Fasswandung) bei Barrique-Fässern, der dem Wein bei Barrique-Ausbau zusätzliche Geschmacksstoffe verleiht. Getoastet wird über Eichenholzfeuer, der Vorgang dauert 25 bis 30 Minuten. Dabei werden einige Bestandteile des Eichenholzes abgebaut und aromatische Stoffe freigesetzt. Je nach verwendetem Eichenholz bzw. der Intensität des Fasseinbrandes ergeben sich verschiedene Aromen. Es gibt drei Toasting-Stufen: hell (Vanille), mittel/medium (Karamell bzw. Toastbrot) und stark (Kaffee).
Transvasage - Umfüllen des Champagners unter Druck (zur Bewahrung der Kohlensäure) aus einer Flaschengröße in eine andere.
trocken - Meint „nicht süß“, das heißt der Fruchtzucker ist vollständig durchgegoren.
Trockenbeerenauslese - Eingeschrumpfte (rosinenartig), edelfaule (von Botrytis cinerea befallen) und einzeln verlesene Beeren, die „zum richtigen Zeitpunkt“ sehr spät gelesen werden. Das Resultat ist ein edelsüßer Wein.
V
Veltliner - eine typisch österreichische, weiße Rebsorte, die rund ein Drittel der österreichischen Gesamt-Rebfläche einnimmt. Die Urgesteinsböden (etwa der Wachau und des Kremstals) liefern einen rassigen, würzigen Wein, Lössböden (zum Beispiel Kremstal und Donauland) verleihen eine besondere Frucht und Würze, schwere Lehm- und Tonböden (Weinviertel) bringen einen rassigen und urwüchsigen Wein hervor. Der Wein hat ein ausgeprägt würziges Bouquet, das nach einigen Jahren in einen samtigen Mandelton übergeht. Er sollte als Qualitäts- oder Kabinett-Wein eher jung getrunken werden, aber als Spätlese kann er ein Wein mit außerordentlicher Lagerfähigkeit mit bis zu 20 Jahren und mehr sein.
Vendange - Weinlese.
Vendangeur - Weinleser.
Vendange tardive - französische Bezeichnung für Spätlese. Wein, der aus überreifen Trauben erzeugt wird; eine erst seit 1984 verwendete offizielle Bezeichnung. Unterliegt extrem strengen Produktionsbedingungen; beim Zuckergehalt der Trauben sind es sogar die höchsten vorgeschriebenen Werte überhaupt. Es handelt sich um Weine von außergewöhnlichem Rang, die man nicht in jedem Jahr erhält und deren Herstellungskosten sehr hoch sind. Nur die Rebsorten >> Gewurztraminer >> Pinot gris, >> Riesling, und - seltener - Muscat dürfen diese spezielle Bezeichnung tragen.
Vieilles vignes - Alte (ungepfropfte) Reben.
Vignoble - Weinberg.
Vinifikation - Vorgang der Weinbereitung: Vorbereitung des Traubengutes und Gärprozess
Vin clair - „Klarer Wein“, das heißt der geklärte Wein nach der ersten Gärung (Champagner), vor dem Zusammenstellen der >> cuvée.
Vin doux naturel - Die AOCs für Vins doux naturels, die "natürlich süße Weine" heißen, aber eigentlich "gespritete", d.h. mit Alkohol versetzte Weine sind, verteilen sich in Südfrankreich auf die Departements Pyrénées-Orientales, Aude, Hérault, Vaucluse und Corse (Korsika), die alle nicht weit vom Mittelmeer entfernt liegen. Als Rebsorten verwendet werden Grenache (blanc, gris und noir), Macabeu, Malvoisie du Roussillon, Muscat à petits grains und Muscat d'Alexandrie. Für sämtliche ist der kurze Rebschnitt vorgeschrieben. Die Erträge sind gering: Die Trauben müssen bei der Lese einen Zuckergehalt von mindestens 252 g/lit. Most aufweisen. Die Freigabe für die Ernte erfolgt nach einer bestimmten Ausbauzeit, die je nach Appellation unterschiedlich lang ist. Ihre Zulassung erhalten die Weine nach einer chemischen Analyse; sie müssen einen tatsächlichen Alkoholgehalt von 15° - 18°, einen Zuckergehalt von mind. 45 g bis über 100 g bei bestimmten Muscats und einen Gesamtalkoholgehalt (tatsächlicher Alkoholgehalt plus theoretischer Alkoholgehalt des nicht vergorenen Restzuckers) von mind. 21,5° besitzen. Einige (Muscat-Weine) gelangen frühzeitig in den Handel, andere erst nach einem dreißigmonatigen Ausbau (Banyuls und Banyuls grand cru). Wenn sie auf traditionelle Weise im Holzfass reifen, d.h. in Fässern ausgebaut werden, erwerben sie bisweilen nach einer langen Ausbaudauer sehr geschätzte Rancio-Noten.
Volée, à la - Das traditionelle Verfahren des >> Degorgierens von Hand (Champagner).
V.O. - Very Old
V.S. - Very Special (auch drei Sterne) - das jüngste Destillat, welches für den betreffenden Cognac verwendet wurde, hat weniger als viereinhalb Jahre gelagert.
V.S.O.P. - Very Superior Old Pale - das jüngste Destillat, welches für den betreffenden Cognac verwendet wurde, ist zwischen viereinhalb und sechseinhalb Jahre alt.
W
Wachau - österreichisches Weinbaugebiet (Weinbauregion Niederösterreich). 1448 Hektar Rebflächen auf fruchtbarem, aber kargem Urgestein. Hauptsorten sind die Weißweinsorten >> Grüner Veltliner und >> Riesling. Neuburger, Feinburgunder (Chardonnay) und Weißburgunder sind Spezialitäten; kaum Rotweinanbau. Die Wachau erstreckt sich etwa von Melk bis Krems (links der Donau) bzw. von Melk bis Mautern (rechts der Donau). Die Landschaft ist reizvoll, steile, meist terrassierte Weinlagen prägen die Landschaft und zeugen von der harten Arbeit der Winzer. Bei Weinfreunden bekannte Orte sind Spitz, Weißenkirchen, Joching, Loiben. Heute gibt der Gebietsschutzverband „Vinea Wachau Nobilis Districtus“, dem die meisten Winzer angehören, die entscheidenden Impulse. Wachauer Weine haben Weltruf - klassifiziert werden die Vinea-Wachau-Weine in drei Kategorien: >> Steinfeder (leicht, spritzig), >>Federspiel (elegant, mittelgewichtig) und >> Smaragd (hochreif, kraftvoll).
Weingesetz Österreich
Weinkeller - Keller
Welschriesling - nicht mit dem Riesling verwandt; in Österreich zweitwichtigste weiße Rebsorte (nach dem Grünen Veltliner) mit ca. 9 % der Gesamt-Anbaufläche. Anbau vorwiegend im Burgenland und in Niederösterreich, aber auch in der Steiermark. Benötigt tiefgründige, warme, nährstoffreiche Böden. Stellt hohe Ansprüche an die Lage (bevorzugt windgeschützte Südhänge); trockenempfindlich; regelmäßiger Ertrag. Der Welschriesling ist ein säurebetonter, frisch-fruchtiger Weißwein, der in seiner Jugend zu genießen ist. Bouquet nach frischem Heu. Im Burgenland (Österreich) eignet er sich auch besonders für höheren >> Prädikatswein (Beerenauslese und Trockenbeerenauslese).
Weststeiermark - österreichisches Weinbaugebiet (Weinbauregion Steiermark). 480 Hektar Rebflächen auf Gneis- und Schieferböden. Neben der Hauptsorte >> Blauer Wildbacher, die ausschließlich in der Steiermark angebaut werden darf, gibt es noch Welschriesling, Weißburgunder und Zweigelt. Das Weinbaugebiet Weststeiermark ist das klassische Schilcherland. Zwar gibt es diesen säurebetonten, fruchtigen Wein auch in anderen Gebieten der Steiermark, doch zwischen Ligist und Eibiswald erreicht er Spitzenqualität. Der >> Schilcher, der Rosé aus der hellgekelterten Blauen Wildbacher-Traube, ist ein lachs- oder zwiebelfarbener Wein mit betonter Herbe und prägnanter Säure und die Spezialität der Weststeiermark. Stainz, Deutschlandsberg, Schwanberg, Eibiswald, Groß-St.-Florian und Wies gehören zu den Orten, in denen der Schilcher dominiert. Es gibt immer mehr Winzer, die mit Ertragsbeschränkung und sorgfältiger Vinifikation die Qualitätsnuancen beim Schilcher noch weiter herausarbeiten.
würzig - Reicher Geruchs- und Geschmacksausdruck. Ein guter Gewürztraminer kann etwa als Beispiel dienen
X
X.O. (auch Napoléon und Hors d'Age) - Extra Old - das jüngste Destillat, welches für den betreffenden Cognac verwendet wurde, ist mindestens sechseinhalb Jahre alt. In der Regel verwenden Cognac-Häuser zur Herstellung ihrer "Kompositionen" sehr viel ältere Destillate, als es vom Gesetz vorgeschrieben ist. So hat ein Cognac teilweise Jahrzehnte gelagert, wenn er eine der hochwertigen Bezeichnungen trägt.
Z
Zedernholz - Zedernholzgeruch, der auch einer Zigarrenschachtel anhaftet, ist ein Merkmal manch eines klassischen Bordeauxweines.
Zweigelt - die rote Rebsorte kennt man auch unter den Namen Blauer Zweigelt und Rotburger. Benannt ist diese Züchtung nach dem Züchter Dr. Friedrich Zweigelt aus Langenlois (Kamptal - Niederösterreich), der sie im Jahre 1922 an der Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg (Niederösterreich) aus St.Laurent x Blaufränkisch kreuzte. Österreichs wichtigste Rotweinsorte. Der Anbau konzentriert sich auf Niederösterreich und Burgenland und beträgt ca. 9 % der Gesamt-Rebfläche. In kleinen Mengen wird Zweigelt auch in Sachsen/Deutschland angebaut. Genügsame Rebsorte hinsichtlich des Bodens, benötigt frühe bzw. mittelfrühe Lagen. Regelmäßiger hoher Ertrag, gute Qualität nur bei entsprechender Ertragsreduktion erzielt - dann aber besondere Fruchtigkeit und Tiefe. Der sehr farbintensive, kräftige und körperreiche Zweigelt besitzt als Jungwein ein ausgeprägtes Bouquet nach Beerenfrüchten, das mit der Reife runder und feiner wird; schmeckt leicht würzig und ist gerbstoffreich mit einer ansprechenden Säure. Die Qualitäten reichen vom jung zu trinkenden, leichten Tischwein bis hin zu kraftvollen Lagerweinen. Im Barrique-Ausbau bringt er erstklassige Qualität. Der Höhepunkt wird mit drei bis vier Jahren erreicht.
Zweitwein - Preislich günstigere und etwas einfachere Linie eines Weingutes, die unter anderen Namen als der Premiumwein verkauft wird. Für den Zweitwein werden teils Trauben von unter zehnjährigen Weingärten verwendet, aber auch Chargen des Premiumweines, die etwas schlanker ausfallen, sowie Teile der Vorlese. Speziell in sehr guten Jahren bietet der Zweitwein oft ein wesentlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als der Premiumwein des Hauses. Das Können des Winzers kommt auch im Zweitwein voll zur Geltung. Üblich ist dies bei sehr vielen Châteaux im Bordeaux, zum Beispiel: L'Esquisse de La Tour Figeac (Château La Tour Figeac - Saint-Emilion)
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